Künstler bemalte Haus mit Hass-Parolen: Staatsanwaltschaft prüft Volksverhetzung
Haus mit Hass-Parolen: Staatsanwaltschaft ermittelt

Die Staatsanwaltschaft Köln prüft den Verdacht der Volksverhetzung gegen einen Künstler aus Hürth. Der 52-jährige Maler Seak, mit bürgerlichem Namen Claus Winkler, bemalte die Fassade seines Hauses mit rassistischen und antisemitischen Botschaften. Zahlreiche Anwohner protestieren gegen das Kunstwerk und fordern ein Einschreiten der Behörden.

Kunst oder rechtsextreme Propaganda?

Seit März dieses Jahres tauchen auf der bereits zuvor bunt gestalteten Hausfassade vermehrt völkische Parolen, antisemitische Verschwörungstheorien und Relativierungen von NS-Verbrechen auf. Kristina Hunger, Initiatorin einer Petition gegen die Fassade, erklärte: „Das, was wir sehen, ist inzwischen keine schrille Kunst, sondern rechtsextremistische und rassistische Parolen oder Verweise auf Remigration.“ Ihre Petition hat bereits 2439 Unterschriften gesammelt.

Der Künstler verteidigt sein Werk

Seak selbst zeigt sich unbeeindruckt von den Protesten. Gegenüber BILD sagte er: „Ich prüfe alles durch KI, bevor ich es sprühe, ob es strafbar ist.“ Er bezeichnet sein Haus, an dem er seit 16 Jahren arbeitet, als „ein Kunstobjekt“ und behauptet, er wolle der Gesellschaft mit den Graffitis nur einen Spiegel vorhalten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun, ob die Parolen strafrechtlich relevant sind.

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Reaktionen aus der Bevölkerung

Viele Bürger in Hürth sehen die Grenze zwischen Kunst und Hassrede überschritten. Sie fordern die Stadt auf, gegen die Fassade vorzugehen. Der Fall wirft grundsätzliche Fragen auf: Wo endet die Kunstfreiheit, und wo beginnt die Volksverhetzung? Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sollen Klarheit schaffen.

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