VdK Bayern: Verena Bentele tritt nach Machtkampf zurück
VdK Bayern: Bentele tritt nach Machtkampf zurück

Machtkampf beim VdK Bayern eskaliert

Großer Knall beim größten Sozialverband Deutschlands! Nach monatelangem Streit an der Spitze des VdK Bayern zieht Verena Bentele (44) die Reißleine: Die Landesvorsitzende legt ihr Amt zum 30. Juni nieder. Auch Landesschatzmeister Konrad Gritschneder (74) tritt zurück. Wie der Verband mitteilt, bleibt Bentele allerdings Präsidentin des VdK Deutschland. Dort steht sie seit 2018 an der Spitze.

Hintergründe des Rückzugs

Hinter dem Rückzug steckt ein erbitterter Machtkampf im bayerischen Landesverband. In einer Mitteilung heißt es: „Die Landesvorsitzende Verena Bentele und der Landesschatzmeister Konrad Gritschneder hatten Vorstellungen von einer modernen Verbandsstruktur, die von den übrigen acht Vorstandsmitgliedern nicht mitgetragen wurden.“

Dem Vernehmen nach ging es um die künftige Ausrichtung des mit rund 850.000 Mitgliedern größten VdK-Landesverbands. Ende Mai war bekannt geworden, dass die übrigen Vorstandsmitglieder sogar ein Verfahren zur Abberufung Benteles und Gritschneders auf den Weg bringen wollten.

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Versöhnung nach dem Rücktritt

Nun folgt der Rückzug. Doch beide Seiten bemühen sich um Versöhnung. Die wegen dieser „Auseinandersetzung erhobenen Vorwürfe und Missverständnisse“ seien inzwischen vollständig ausgeräumt worden. Weiter heißt es: „Sowohl Verena Bentele und Konrad Gritschneder als auch die übrigen acht Vorstände bedauern, dass es zu öffentlichen Diskussionen darüber gekommen ist.“

In einem internen Schreiben waren gegen Bentele schwere Vorwürfe erhoben worden. Kritiker warfen ihr vor, sie wolle den VdK stärker zentralisieren und unter ihre Führung bringen. Die frühere Paralympics-Siegerin wies die Kritik zurück. Sie habe 2023 auf ausdrücklichen Wunsch des Vorstands für den Vorsitz kandidiert.

Nach eigenen Angaben wollte Bentele den Verband stärker in der Öffentlichkeit positionieren und dessen sozialpolitischen Einfluss ausbauen. Dabei habe ein moderner Führungsstil im Mittelpunkt gestanden, der der Größe und Verantwortung des Verbands gerecht werden sollte.

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