Frankfurt: Vier neue Notunterkünfte für Obdachlose geplant
Vier neue Notunterkünfte in Frankfurt geplant

Die Stadt Frankfurt am Main erweitert ihr Angebot an Notunterkünften für obdachlose Menschen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, werden vier neue Einrichtungen eröffnet, um die Versorgung in den Wintermonaten zu verbessern. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenden Konzepts zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit.

Hintergrund der neuen Unterkünfte

Die Zahl der obdachlosen Menschen in Frankfurt ist in den letzten Jahren gestiegen. Nach Angaben der Stadt leben etwa 2.000 Menschen ohne festen Wohnsitz auf der Straße. Die neuen Notunterkünfte sollen zusätzliche 120 Plätze schaffen, um die bestehende Kapazität zu erhöhen. Die Einrichtungen werden in verschiedenen Stadtteilen verteilt, um eine dezentrale Versorgung zu gewährleisten.

Die Stadt investiert insgesamt 1,5 Millionen Euro in die Renovierung und Ausstattung der Gebäude. Die ersten beiden Unterkünfte sollen bereits im November eröffnet werden, die weiteren beiden folgen bis zum Jahresende. Die Trägerschaft übernehmen soziale Einrichtungen, die bereits in der Obdachlosenhilfe tätig sind.

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Angebote und Betreuung

Die neuen Notunterkünfte bieten neben Schlafplätzen auch Verpflegung und Beratung an. Die Bewohner erhalten Unterstützung bei der Suche nach langfristigem Wohnraum und bei Behördengängen. Zudem stehen medizinische Erstversorgung und Sozialarbeiter vor Ort zur Verfügung. Die Einrichtungen sind rund um die Uhr geöffnet und verfügen über barrierefreie Zugänge.

„Mit diesen neuen Unterkünften schaffen wir nicht nur kurzfristige Abhilfe, sondern leisten auch einen Beitrag zur Integration obdachloser Menschen“, sagte Sozialdezernentin Elke Voitl (Grüne). Sie betonte, dass die Stadt langfristig das Ziel verfolge, die Obdachlosigkeit zu überwinden. Dazu gehöre auch der Bau von bezahlbarem Wohnraum und die Prävention von Wohnungsverlust.

Reaktionen und Ausblick

Die Wohlfahrtsverbände begrüßen die Initiative der Stadt. Der Paritätische Wohlfahrtsverband betonte, dass die neuen Plätze dringend benötigt würden, gerade in der kalten Jahreszeit. Allerdings wies er auch darauf hin, dass die Zahl der Betroffenen weiter steige und eine nachhaltige Lösung nur durch mehr Sozialwohnungen erreicht werden könne.

Die Stadt Frankfurt plant, das Konzept der Notunterkünfte langfristig fortzuführen und gegebenenfalls weiter auszubauen. Zudem wird eine zentrale Koordinierungsstelle eingerichtet, die die Belegung der Plätze steuert und Engpässe vermeidet. Betroffene können sich an die städtische Beratungsstelle wenden, um einen Platz zu erhalten.

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