Amazonas-Brände 2025 auf tiefstem Stand seit 1983
Amazonas-Brände 2025 auf Rekordtief

Die Waldbrände im brasilianischen Amazonasgebiet sind im Jahr 2025 auf ein historisches Tief gefallen. Nach Angaben des Überwachungsnetzwerks MapBiomas verbrannten insgesamt gut drei Millionen Hektar Regenwald – die kleinste Fläche seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1983. Zum Vergleich: Im Vorjahr 2024 waren noch knapp 16 Millionen Hektar abgebrannt, was den bisherigen Höchststand markierte.

Erfolg für Lula vor der Wiederwahl

Die positive Entwicklung ist eine gute Nachricht für Brasiliens Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva, der sich den Schutz des Amazonasgebiets auf die Fahnen geschrieben hat und im Oktober seine Wiederwahl anstrebt. Lula, der seit Januar 2023 regiert, will die illegale Abholzung des Amazonaswaldes bis 2030 stoppen. Unter seinem rechtsradikalen Vorgänger Jair Bolsonaro waren weite Gebiete gerodet worden.

Ursachen für den Rückgang

Mehrere Faktoren trugen zu dem deutlichen Rückgang bei. Eine verspätete Regenzeit zwischen 2024 und 2025 verhinderte Brandrodungen in manchen Gebieten. Zudem wurde weniger Fläche abgeholzt, sodass weniger Brennmaterial zur Verfügung stand. Auch die Bevölkerung, die vom Ausmaß der Brände 2024 schockiert war, half mit, die Ausbreitung neuer Brände zu verhindern.

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Expertenwarnung vor Super-El Niño

Trotz der erfreulichen Zahlen gibt es Anlass zur Sorge. Ane Alencar, Koordinatorin des MapBiomas-Berichts, erklärte, dass sich die Zahl der abgebrannten Flächen 2025 landesweit „außerordentlich“ verringert habe. Allerdings brenne es weiterhin in großem Ausmaß in der weiten Savanne des Cerrado in Zentralbrasilien. Alencar warnte vor einem möglicherweise bevorstehenden Super-El Niño in diesem Jahr, einem Klimaphänomen, das eine verlängerte Trockenzeit und ein größeres Risiko von Waldbränden mit sich bringt.

Bedeutung des Amazonas für das Klima

Der Schutz des Amazonas ist im Kampf gegen den Klimawandel entscheidend, da seine dichte Vegetation Treibhausgase aufnimmt, die die globale Erwärmung verursachen. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Maßnahmen zum Schutz des Regenwaldes Wirkung zeigen, doch die drohende Gefahr durch den Super-El Niño könnte diese Erfolge zunichtemachen.

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