Ein großflächiger Brand eines Weizenfeldes bei Rheinsberg im Norden Brandenburgs hat am Nachmittag zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Behörden geführt. Wie die Regionalleitstelle Nordwest mitteilte, stand eine Fläche von 90 Hektar in Flammen. Schätzungsweise 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren stundenlang damit beschäftigt, die Glutnester zu löschen und ein Übergreifen des Feuers auf angrenzende Flächen zu verhindern. Nach Angaben der Leitstelle gelang es den Kräften weitgehend, den Brand unter Kontrolle zu bringen.
Ursache vermutlich Mäharbeiten
Der Kreisbrandmeister von Ostprignitz-Ruppin, Olaf Lehmann, sagte dem RBB, dass das Feuer offenbar bei Mäharbeiten entstanden sei. Die genaue Ursache wird derzeit noch ermittelt. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der trockenen Vegetation und der Größe der Brandfläche als besonders anspruchsvoll. Die Feuerwehr war mit mehreren Löschfahrzeugen und Tanklöschfahrzeugen im Einsatz, um die Wasserversorgung sicherzustellen.
Warnung per App an die Bevölkerung
Weil der Flächenbrand im Ortsteil Braunsberg mit einer starken Rauchentwicklung verbunden war, wurde die Bevölkerung am Nachmittag über die Warn-App Nina alarmiert. Die Einsatzkräfte riefen die Anwohner dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten, um das Eindringen von Rauch in die Häuser zu verhindern. Kurz nach 18:00 Uhr gab die Leitstelle Entwarnung und hob die Warnung wieder auf.
Auswirkungen auf die Region
Der Brand sorgte zeitweise für eine starke Rauchentwicklung, die in den umliegenden Gemeinden sichtbar war. Die Feuerwehr bat die Bevölkerung, das Einsatzgebiet zu meiden, um die Lösch- und Rettungsarbeiten nicht zu behindern. Nach Abschluss der Löscharbeiten wird die Brandursache durch die Polizei untersucht. Die landwirtschaftlichen Schäden sind erheblich: Das abgebrannte Weizenfeld mit einer Größe von 90 Hektar stellt einen Totalverlust für den betroffenen Landwirt dar.



