Fledermäuse in der Wohnung: Was tun? Experten-Tipps für Augsburg
Fledermäuse in der Wohnung: Was tun? Experten-Tipps

Fledermäuse in der Wohnung sind für viele Menschen ein Schreckmoment. Doch die fliegenden Säugetiere sind in der Regel harmlos und verirren sich nur selten in menschliche Behausungen. In Augsburg und Umgebung kommt es immer wieder vor, dass Fledermäuse durch offene Fenster oder Türen in Wohnungen gelangen. Was dann zu tun ist, erklären Experten.

Erste Hilfe: Ruhe bewahren und Licht ausmachen

Wenn eine Fledermaus in der Wohnung ist, gilt: Ruhe bewahren. Die Tiere sind nachtaktiv und orientieren sich mit Ultraschall. Helles Licht verwirrt sie zusätzlich. Deshalb empfiehlt es sich, das Licht auszuschalten und Fenster weit zu öffnen. So findet das Tier oft von selbst wieder hinaus.

Experten raten, keine hektischen Bewegungen zu machen und die Fledermaus nicht zu jagen. Das könnte das Tier in Panik versetzen und zu Fluchtversuchen führen, die in Ecken oder hinter Schränken enden. Stattdessen sollte man abwarten, bis sich die Fledermaus beruhigt hat.

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Handschuhe tragen und vorsichtig einfangen

Wenn die Fledermaus nicht von selbst fliegt, kann man sie vorsichtig mit einem Handtuch oder dicken Handschuhen einfangen. Wichtig ist, die Tiere niemals mit bloßen Händen anzufassen, da sie theoretisch Krankheiten übertragen können. In Deutschland ist die Tollwut bei Fledermäusen jedoch äußerst selten.

Nach dem Einfangen sollte man die Fledermaus in einen Karton oder eine Box setzen und nach draußen bringen. Am besten lässt man sie in der Dämmerung frei, wenn sie aktiv wird. Tagsüber sind die Tiere träge und finden sich in der fremden Umgebung schwer zurecht.

Fledermäuse sind geschützt – nicht töten

Fledermäuse stehen in Deutschland unter Naturschutz und dürfen nicht getötet oder verletzt werden. Wer ein Tier findet, sollte es keinesfalls aussetzen, wenn es verletzt oder krank wirkt. In solchen Fällen ist der Kontakt zu einer Fledermausschutzstation oder einem Tierarzt ratsam.

In Augsburg gibt es mehrere Anlaufstellen, die bei Fledermausfunden helfen. Dazu gehören der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und örtliche Tierschutzvereine. Diese können auch bei der Prävention beraten, etwa wie man Fledermäuse vom Balkon oder aus dem Dachboden fernhält.

Warum Fledermäuse in die Wohnung kommen

Fledermäuse gelangen meist durch offene Fenster in Wohnungen, wenn sie auf der Jagd nach Insekten sind. Besonders in den Sommermonaten kann das passieren. Auch Dachböden und Rollladenkästen sind beliebte Verstecke, da sie den Tieren Schutz bieten.

Wer regelmäßig Fledermäuse im Haus hat, sollte mögliche Einfluglöcher verschließen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass Fledermäuse geschützt sind und ihre Quartiere nicht einfach entfernt werden dürfen. Fachleute können helfen, die Tiere umzusiedeln oder das Haus fledermausfreundlich zu gestalten.

Fazit: Keine Panik, sondern umsichtig handeln

Eine Fledermaus in der Wohnung ist kein Grund zur Sorge. Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich das Tier schnell und sicher wieder nach draußen bringen. Wichtig ist, Ruhe zu bewahren, Schutzhandschuhe zu tragen und die Tiere nicht zu verletzen. Bei Unsicherheiten helfen örtliche Experten weiter.

Insgesamt zeigt sich: Fledermäuse sind faszinierende Tiere, die einen wichtigen Beitrag zum Ökosystem leisten, indem sie Insekten fressen. Wer sie respektvoll behandelt, kann Konflikte vermeiden und die Tiere schützen.

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