Der Sommer in Berlin ist da, nicht nur im Kalender, sondern auch auf dem Thermometer. Temperaturen von über 30 Grad heizen der Hauptstadt aktuell ordentlich ein. Doch die Hitze trifft die Berlinerinnen und Berliner ganz unterschiedlich. Ein Blick auf Neukölln zeigt: Der Bezirk ist stark von den hohen Temperaturen betroffen. Das zeigt die Klimarisikoanalyse 2026 für Berlin.
Hitze-Hotspots in Neukölln
Denn für viele Neuköllnerinnen und Neuköllner paaren sich die mit der Hitze einhergehenden Probleme mit weiteren Herausforderungen. Als Beispiel wird in der Analyse etwa die soziale Benachteiligung genannt. Menschen im Bezirk leiden damit mitunter unter einer Mehrfachbelastung in Bezug auf die Umweltgerechtigkeit. Laut der Analyse liegen diese Mehrfachbelastungen vor allem in den Planungsräumen Donaustraße, Silbersteinstraße, Glasower Straße, Jahnstraße, Braunschweiger Straße und Schulenburgpark vor.
Mehrfachbelastungen und ihre Ursachen
Dort sind die Menschen neben der Wärme oft auch einer hohen Lärm- und Luftbelastung ausgesetzt. Außerdem zeichnen sich diese Bereiche oftmals durch eine hohe Einwohnerdichte und eine schlechte Grünflächenversorgung aus. Interessant ist, dass andere Bezirke noch schlechter abschneiden: Während Neukölln immerhin noch auf 891 Hektar an öffentlicher Grünfläche kommt, sind es etwa in Mitte nur 748 Hektar und in Tempelhof-Schöneberg lediglich 662 Hektar. Das Schlusslicht bildet Friedrichshain-Kreuzberg mit gerade einmal 289 Hektar. Am meisten Grünflächen hat der Bezirk Pankow.
Sommergewitter als zusätzliche Gefahr
Nach einer großen Hitzephase lassen oftmals starke Regenschauer in Form von Sommergewittern nicht lange auf sich warten. Auch hier ist zumindest der nördliche Teil Neuköllns laut der Analyse in besonderem Maß von einer hohen Fließgeschwindigkeit während Starkregenereignissen betroffen. Dies ist vor allem für den Rad- und Fußverkehr eine Gefährdung. Auswirkungen können die Wassermassen auch auf die Arbeit in den sozialen Einrichtungen haben, von denen Neukölln eine vergleichsweise hohe Zahl in überflutungsgefährdeten Gebieten aufweist, wie es in der Analyse heißt.
Empfehlungen der Klimarisikoanalyse
Die Macher der von Berlins Umweltverwaltung vorgelegten Klimarisikoanalyse empfehlen für besonders betroffene Gebiete etwa mehr Entsiegelung und Verschattung sowie eine bessere Starkregenvorsorge. Diese Maßnahmen sollen die Lebensqualität in den hitzegeplagten Vierteln verbessern und die Risiken durch sommerliche Unwetter minimieren.



