Straßenmeistereien in Brandenburg haben auf die extremen Temperaturen der vergangenen Tage mit vorbeugenden Maßnahmen reagiert. Wie das Verkehrsministerium in Potsdam mitteilte, kamen unter anderem Splitt und kühlendes Wasser zum Einsatz, um Hitzeschäden auf Landesstraßen zu begrenzen. Die hitzebedingten Fahrbahnschäden traten am Wochenende verteilt über ganz Brandenburg auf.
Betroffene Regionen und Schäden
Betroffen waren unter anderem das Berliner Umland, der Fläming, das Havelland, die Uckermark, das Oderland sowie der Raum Oder-Spree bis in den Südosten Brandenburgs. Auch im Raum Brandenburg an der Havel sowie im Nordwesten des Landes wurden einzelne Schadstellen gemeldet. Trotz der Schäden blieben die Strecken insgesamt befahrbar, wie das Ministerium betonte.
Die Schäden äußerten sich unter anderem in sogenannten „schwitzenden Decken“, bei denen Bindemittel austritt, sowie in Aufwölbungen älterer Betonfahrbahnen unter Asphaltdecken. Aus Gründen der Verkehrssicherheit müssen diese Schäden repariert werden, zunächst teilweise provisorisch, wie das Ministerium erklärte.
Maßnahmen der Straßenmeistereien
Das Ministerium schilderte, dass besonders gefährdete Streckenabschnitte vorsorglich mit Splitt abgestreut wurden. Dies solle austretendes Bindemittel binden und die Griffigkeit der Fahrbahn erhalten. Am Wochenende selbst waren alle Straßenmeistereien in erweiterter Rufbereitschaft und führten zusätzliche Kontrollfahrten durch. Sie griffen erneut zu Splitt, kühlten vereinzelt Fahrbahnen mit Brunnenwasser und richteten Tempobegrenzungen ein. Die Frage nach einem dauerhaften Tempolimit stelle sich jedoch nicht, so das Ministerium.
Forderungen des Verkehrsministers
Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) betonte gegenüber der dpa, dass das Straßennetz Extremwetterlagen standhalten müsse. „Auch extreme Regenfälle sind zukünftig häufiger zu erwarten. Die Folgen der sich häufenden Witterungsereignisse setzen unsere Verkehrsinfrastruktur also zunehmend unter Stress.“ Ziel sei daher „die Erhöhung der Resilienz“ des Straßennetzes. Crumbach fügte hinzu: „Das geht nicht ohne Geld und Manpower.“ Eine entsprechende personelle und finanzielle Ausstattung sei nötig.
Die Hitzeschäden auf Autobahnen und Landesstraßen in Brandenburg zeigen, wie anfällig die Infrastruktur für extreme Wetterereignisse ist. Die Straßenmeistereien haben nach Angaben des Ministeriums angemessen reagiert, doch langfristig sind Investitionen in widerstandsfähigere Straßenbeläge und ausreichend Personal erforderlich.



