Ab Mittwoch wird es in Deutschland wieder heiß: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert Temperaturen von bis zu 40 Grad. Gleichzeitig steigt die Waldbrandgefahr rasant an. In Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg erreicht das Risiko stellenweise die höchste Warnstufe 5.
Waldbrandgefahr im Detail: Bundesländer im Überblick
Im Rheinland-Pfalz gilt bereits in fast dem gesamten Bundesland die dritte Warnstufe (mittlere Gefahr). Am Mittwoch verschärft sich die Lage: Weite Teile des Landes werden auf Stufe 4 (hohe Gefahr) eingestuft. Am Donnerstag breitet sich diese Stufe nahezu flächendeckend aus. In den Regionen um das Weinbiet im Pfälzerwald wird sogar die höchste Stufe 5 erwartet. Zum Wochenende hin sinkt das Risiko laut DWD wieder auf Stufe 3.
In Nordrhein-Westfalen wird am Donnerstag vielerorts die zweithöchste Stufe 4 erreicht. Betroffen sind Teile des Rheinlandes, des Ruhrgebietes, des Sauerlandes, der Eifel und Ostwestfalen-Lippe.
Hessen und Thüringen besonders betroffen
Bereits heute gilt in weiten Teilen Hessens die dritte Warnstufe. Im Rhein-Main-Gebiet besteht schon hohe Gefahr (Stufe 4). Am Mittwoch breitet sich diese Stufe nach Südhessen sowie in Teile des Nordens und Ostens aus. Am Donnerstag werden Höchsttemperaturen von bis zu 37 Grad erwartet; fast überall in Hessen gilt dann mindestens Stufe 4. In Frankfurt und Darmstadt wird sogar die höchste Warnstufe ausgerufen. Am Freitag und Samstag bleibt die Lage angespannt, aber das Risiko sinkt leicht.
In Thüringen erreicht die Waldbrandgefahr am Mittwoch die zweithöchste Stufe. Am Donnerstag steigt sie weiter an: Nur noch an vier von 28 Wetterstationen gilt Stufe 3, an den übrigen Stufe 4. Für die Station Bad Lobenstein im Thüringer Schiefergebirge wird sogar die höchste Stufe 5 erwartet.
Verhaltensregeln und aktuelle Beobachtungen
Die Behörden weisen darauf hin, dass Rauchen, Grillen und offenes Feuer im Wald streng verboten sind. Autos sollten nur auf befestigten Flächen geparkt werden, damit heiße Katalysatoren kein Laub oder Gras entzünden. Die meisten Waldbrände entstehen durch Unachtsamkeit, betont der DWD.
Einige Laubbäume wie Birke, Rotbuche, Hainbuche, Kirsche, Linde und Ahorn zeigen bereits verfärbtes Laub oder Laubfall, um Wasserverlust zu reduzieren. Eichen und Eschen sind offenbar weniger betroffen, wie eine Übersicht der Landesregierung Nordrhein-Westfalen zeigt. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, den Wald zu schützen.
In Frankreich, Spanien und Italien wüten derzeit ebenfalls verheerende Waldbrände, begünstigt durch Dürre und Hitze.



