Rückführung deutschen Atommülls aus Ausland abgeschlossen
Rückführung deutschen Atommülls aus Ausland beendet

Atommüll-Rückführung nach Deutschland abgeschlossen

Nach mehr als drei Jahrzehnten ist die Rückführung des hochradioaktiven deutschen Atommülls aus der Wiederaufbereitung im Ausland beendet. Im Zwischenlager am stillgelegten Kernkraftwerk Brokdorf in Schleswig-Holstein trafen am Mittwochabend die letzten sieben Castor-Behälter mit radioaktiven Abfällen aus der britischen Aufarbeitungsanlage Sellafield ein.

Hintergrund der Rücktransporte

Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth (SPD) betonte: „Die Verteilung der Rücktransporte aus den Wiederaufarbeitungsanlagen im Ausland auf mehrere Zwischenlager war ein wichtiger Faktor, um einen großen gesellschaftlichen Konflikt zu entschärfen.“ Dieser Kompromiss stärke das Vertrauen in die ergebnisoffene Endlagersuche. Ursprünglich waren die sieben Castoren für das niedersächsische Gorleben vorgesehen.

Der Rücktransport deutscher Abfälle aus Frankreich war laut Bundesumweltministerium bereits mit dem letzten Transport von vier Behältern aus La Hague nach Philippsburg im November 2024 abgeschlossen worden. Aus Sellafield kamen zudem 2020 sechs Behälter ins Zwischenlager Biblis und 2025 sieben Behälter ins Zwischenlager Isar.

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Mengen und Lagerung

Zwischen 1973 und 2005 wurden insgesamt 6.670 Tonnen bestrahlte Brennelemente aus deutschen Atomkraftwerken zu Wiederaufarbeitungsanlagen gebracht – 5.359 Tonnen nach La Hague und 851 Tonnen nach Sellafield.

Das Zwischenlager in Brokdorf bietet nach Angaben der bundeseigenen BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung 100 Stellplätze für Behälter. Derzeit lagern dort 76 Castor-Behälter mit Brennelementen aus dem Kernkraftwerk Brokdorf sowie die sieben Castoren aus der Wiederaufbereitung. Sie bleiben dort, bis sie in ein Endlager abgegeben werden können.

Ausblick

Ein Endlager für den hochradioaktiven Atommüll ist noch nicht gefunden. Die Suche läuft ergebnisoffen. Deutschland hatte 2023 den Ausstieg aus der Kernkraft vollzogen, die Endlagerfrage bleibt jedoch ungelöst.

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