Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für den heutigen Sonntag vor heftigen Unwettern im Osten Deutschlands. Grund ist eine schwüle und heiße Luftmasse, die ein hohes Gewitterpotenzial birgt. „Die Luftmasse birgt heute das Potenzial, dass örtlich wirklich kräftige Gewitter sich noch entwickeln können, die in den Unwetterbereich gehen“, erklärte ein DWD-Sprecher in Leipzig. Die Temperaturen erreichen verbreitet wieder Werte über 30 Grad, was zusammen mit der hohen Luftfeuchtigkeit die Bildung von Gewittern begünstigt.
Gewitterschwerpunkt am Vormittag in Sachsen-Anhalt und Thüringen
Bis zum Mittag liegen die Schwerpunkte der Gewitter vor allem in Sachsen-Anhalt und Thüringen. Ein Teil der Gewitter geht auf eine Front zurück, die aus Niedersachsen kommt und im Tagesverlauf ostwärts zieht. Zudem entstehen ständig neue Gewitter, etwa über dem Thüringer Wald. Der DWD rechnet mit örtlich kräftigen Gewittern, die in den Unwetterbereich gehen können.
Nachmittags und abends Verlagerung nach Brandenburg und Sachsen
„Ab dem Nachmittag und Abend verlagern sich die Gewitter eher über Ostthüringen, das östliche Sachsen-Anhalt weiter nach Brandenburg und Sachsen“, so der DWD-Sprecher weiter. Den Schwerpunkt für Gewitter bis hin zu schweren Unwettern bilden nach aktuellen Prognosen das südliche Brandenburg und Ostsachsen. Dort seien „zumindest unwetterartige Gewitter zu erwarten“, vereinzelt könne dabei auch „die violette Schwelle gerissen werden“. Gemeint ist damit die höchste Warnstufe Vier des DWD.
Warnstufen und Gefahren durch Unwetter
Der DWD unterteilt Warnungen vor Gewitterereignissen in vier Stufen. Stufe Vier gilt als extremes Unwetterereignis mit unmittelbarer Gefahr für Leib und Leben. In diesem Fall wird vor dem Aufenthalt im Freien und vor möglicher Lebensgefahr durch Blitzschlag gewarnt. Es kann zu extrem heftigem Starkregen und Hagelschlag verbunden mit Orkanböen kommen. Die Bewohner der betroffenen Regionen sollten die Wetterentwicklung aufmerksam verfolgen und Schutz suchen.



