Sechs Strategien gegen Hitze: Was Berlin von anderen Städten lernen kann
Sechs Strategien gegen Hitze: Was Berlin lernen kann

Im Sommer verwandeln sich viele Großstadtviertel in höllische Ofen. Die Klimaerwärmung wird dieses Phänomen immer häufiger auftreten lassen. Hitze tötet: Im besonders heißen Jahr 2022 starben über 61.000 Menschen in Europa an Hitzewellen, 2023 waren es über 47.000. In Deutschland haben inzwischen 20 Städte einen Hitzeaktionsplan. Das Klimaanpassungsgesetz von 2024 verpflichtet Bund und Länder zu mehr städtebaulichem Natur- und Klimaschutz. Doch wenn das Thermometer auf 40 Grad und mehr klettert, ist in dicht bebauten Innenstädten wie Berlin noch wenig zu spüren.

1. Mehr Grünflächen und Parks

Städte wie Wien und Kopenhagen setzen auf ein Netz aus Parks und Grünflächen, die als Kaltluftschneisen dienen. Berlin kann von diesem Ansatz lernen, indem es bestehende Grünflächen vernetzt und neue schafft. Besonders in ärmeren Gegenden fehlt es oft an Abkühlung. Gezielte Begrünung von Innenhöfen und Dächern kann hier Abhilfe schaffen.

2. Fassaden- und Dachbegrünung

In Stuttgart und Singapur werden Dächer und Fassaden begrünt, um die Aufheizung zu reduzieren. Diese Maßnahme senkt die Oberflächentemperatur um bis zu 15 Grad. Berlin fördert bereits Dachbegrünung, doch das Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft.

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3. Verschattung und helle Oberflächen

Städte wie Los Angeles streichen Straßen und Dächer hell, um Sonnenstrahlung zu reflektieren. Auch temporäre Verschattung durch Segel oder Markisen kann helfen. In Berlin könnten besonders stark versiegelte Plätze wie der Alexanderplatz profitieren.

4. Wasserflächen und Brunnen

Paris und Rom setzen auf Wasserspiele und Nebelduschen zur Kühlung. Berlin hat bereits einige Trinkbrunnen, doch die Anzahl reicht nicht aus. Mobile Nebelduschen in Hotspots wären eine schnelle Lösung.

5. Entsiegelung von Flächen

Kopenhagen und Amsterdam ersetzen Asphalt durch wasserdurchlässige Beläge und Grünflächen. Das reduziert die Hitze und verbessert die Regenwasserversickerung. In Berlin gibt es viele versiegelte Plätze, die entsiegelt werden könnten.

6. Hitzeaktionspläne und Warnsysteme

Frankfurt und Mannheim haben Hitzeaktionspläne mit Frühwarnsystemen und Kühlräumen. Berlin hat einen solchen Plan, muss ihn aber konsequent umsetzen. Besonders gefährdete Gruppen wie Obdachlose und Ältere brauchen gezielte Hilfe.

Die sechs Strategien zeigen, dass Abkühlung mehr erfordert als ein paar Bäume. Berlin kann von anderen Städten lernen und muss jetzt handeln, um die Hitze der Zukunft zu überleben.

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