Edda Pilz fühlt sich nach Lufthansa-Zoff wie Mensch zweiter Klasse
Edda Pilz: Mensch zweiter Klasse nach Lufthansa-Zoff

Bei über 30 Grad wollte Influencerin Edda Pilz (25) leicht bekleidet in eine Lufthansa-Maschine steigen. Sport-BH und Hotpants sollten für den kurzen Flug nach München genügen. Doch eine Mitarbeiterin ließ sie nicht in den Flieger. Der Reality-Star („Sommerhaus der Stars“) war offenbar zu nackt für die Airline. Die Berlinerin musste sich etwas überziehen, während alle anderen Passagiere warten mussten. „Ich habe mich gefühlt wie ein Mensch zweiter Klasse“, sagte Pilz zu BILD.

Schock am Gate: „Du bist zu nackt“

Pilz schilderte die Situation: „Als ich meinen Boardingpass scannen wollte, sagte die Mitarbeiterin: ‚Du bist zu nackt, du darfst nicht einsteigen.‘ Ich war erst mal schockiert, es war eine sehr unangenehme Situation, hinter mir war eine lange Schlange.“ Sie fragte nach, wo das Problem liege. Die Antwort: Sie trage kein Outfit, in dem man in den Flieger steigen dürfe.

Influencerin vermutet persönliches Problem

Pilz war irritiert, da sie bereits öfter in Sportkleidung mit Lufthansa geflogen war. „Ich bin ein Mensch, der Regeln absolut akzeptieren kann. Aber der Ton der Mitarbeiterin war sehr, sehr schroff“, so die Berlinerin. Sie vermutete ein persönliches Problem und wollte die Vorschrift sehen. „Da sagte die Mitarbeiterin, bis ich nichts angezogen habe, gehe hier nichts weiter. Und dass alle meinetwegen warten müssten.“

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Erst mit Jacke durfte sie einsteigen

Zum Glück hatte die Influencerin (550.000 Follower auf Instagram, 600.000 auf TikTok) eine Jacke über dem Arm. Erst als sie diese anzog und bis oben hin schloss, durfte sie ins Flugzeug. „Ich hatte das Gefühl, dass sie wahrscheinlich mit älteren Personen oder Männern nicht so gesprochen hätte. Wenn man bedenkt, dass ich mit der gleichen Airline auch schon nach Mallorca geflogen bin und da Männer sitzen, die betrunken sind im Flugzeug – da wird nicht eingeschritten und bei mir wird wegen eines Sportoutfits so ein Heckmeck gemacht“, kritisierte Pilz.

Lufthansa verweist auf Beförderungsbedingungen

Die Airline entgegnete auf BILD-Anfrage: „Lufthansa erwartet von allen Fluggästen eine Kleidung, die dem Charakter einer öffentlichen Reise entspricht und das Wohlbefinden anderer Mitreisenden nicht beeinträchtigt. Diese Erwartung ist Bestandteil unserer allgemeinen Beförderungsbedingungen.“

Kritik an Body-Positivity-Diskrepanz

Pilz sagte, das Erlebnis werde ihre Kleidungswahl bei künftigen Flügen beeinflussen. Doch richtig findet sie die Regel nicht: „Es ist schade, denn heute wird eigentlich gepredigt: ‚Tragt das, worauf ihr Bock habt. Body Positivity.‘ Und dann fühlt man sich doch irgendwie unwohl, wenn man was anzieht, was man anziehen möchte.“

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