Stromausfall Reutlingen: LKA ermittelt wegen Brandstiftung in Umspannwerk
Stromausfall Reutlingen: LKA prüft Brandstiftung

Nach einem großflächigen Stromausfall in Reutlingen gibt es nach Angaben des Netzbetreibers konkrete Anzeichen für eine Brandstiftung in einem Umspannwerk. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft alle denkbaren Tatmotive.

Drei Brandstellen entdeckt

Ein Sprecher von Netze BW berichtete, dass insgesamt drei Brandstellen im Bereich des Umspannwerks Reutlingen-West gefunden wurden. Zudem seien der Zaun und das Gelände vor der Anlage beschädigt worden. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen, wie ein Sprecher des Landeskriminalamts mitteilte. Brandsachverständige des LKA seien in die Ermittlungen eingebunden, was bei Vorfällen dieser Dimension üblich sei.

Hälfte der Kunden wieder versorgt

Der Stromausfall begann um 1.45 Uhr und betraf rund 20.000 Kunden der Fairnetz GmbH, dem regionalen Strom- und Gasnetzbetreiber. Fünfeinhalb Stunden später war etwa die Hälfte der betroffenen Haushalte und Betriebe wieder am Netz. Die beiden Energieunternehmen teilen sich das Umspannwerk, und Netze BW leistet Amtshilfe beim Wiederaufbau der Stromversorgung.

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Verbindung zu früheren Anschlägen?

Der Vorfall erinnert an einen mutmaßlich linksextremen Brandanschlag auf die Stromversorgung eines Berliner Technologieparks im September 2025. Bei jenem Anschlag auf zwei Strommasten waren zeitweise rund 50.000 Privathaushalte und 2.000 Gewerbebetriebe ohne Strom. Ein weiterer Anschlag auf Starkstromkabel in Berlin folgte am 3. Januar 2026 und verursachte einen noch länger andauernden Stromausfall. Ob es eine Verbindung zu dem aktuellen Fall in Reutlingen gibt, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Die Behörden arbeiten mit Hochdruck daran, die genaue Ursache des Stromausfalls zu klären und die Stromversorgung vollständig wiederherzustellen.

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