In Griechenland und der Türkei bleibt die Lage angespannt: Nahe der Hauptstadt Athen breiten sich Waldbrände weiter aus, während im Westen der Türkei ein weiterer Brand ausgebrochen ist. Das melden die Nachrichtenagenturen dpa, AFP, KNA und epd übereinstimmend. In Frankreich und Spanien hingegen kehrt allmählich Erleichterung ein – Tausende evakuierte Menschen können in ihre Häuser zurückkehren.
Griechenland: Flammen nähern sich der Hauptstadt
Besonders kritisch ist die Situation rund um Athen. Dort haben die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun, um die Ausbreitung der Flammen zu stoppen. Die Feuerwehr ist nach Angaben örtlicher Behörden im Großeinsatz, auch Löschflugzeuge und Helikopter werden eingesetzt. Starke Winde fachen die Brände immer wieder an und erschweren die Löscharbeiten erheblich.
Anwohner und Urlauber in den betroffenen Gebieten wurden in Sicherheit gebracht. Viele von ihnen mussten ihre Unterkünfte und Häuser spontan verlassen und verbrachten die Nacht in Notunterkünften oder bei Verwandten. Die Behörden haben mehrere Straßen gesperrt, um den Einsatzkräften freie Fahrt zu ermöglichen.
Türkei: Weiterer Brand im Westen des Landes
Die Türkei ist ebenfalls erneut von Waldbränden betroffen. Im Westen des Landes ist ein weiterer Brand ausgebrochen, wie die Nachrichtenagenturen übereinstimmend berichten. Die Feuerwehr rückte mit zahlreichen Löschfahrzeugen aus, um die Flammen einzudämmen. Auch hier machen starke Winde den Einsatzkräften zu schaffen.
Aus mehreren Dörfern wurden Bewohner vorsorglich evakuiert, um eine Gefahr für Leib und Leben auszuschließen. Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, Anweisungen der Helfer zu befolgen und keine riskanten Löscharbeiten selbst zu unternehmen. Über Verletzte oder größere Schäden gibt es zunächst keine offiziellen Angaben.
Spanien und Frankreich: Tausende kehren zurück
Während die Lage in Griechenland und der Türkei kritisch bleibt, können die Menschen in Spanien und Frankreich aufatmen. Dort waren in den vergangenen Tagen ebenfalls heftige Waldbrände ausgebrochen, die vorübergehend großflächige Evakuierungen erzwangen. Nun sind Tausende Evakuierte in ihre Häuser zurückgekehrt, nachdem die Einsatzkräfte die Feuer weitgehend unter Kontrolle bringen konnten.
Die Behörden in beiden Ländern haben die Sperrungen aufgehoben und erste Aufräumarbeiten eingeleitet. Auch wenn die unmittelbare Gefahr gebannt ist, bleibt die Brandgefahr wegen der anhaltenden Trockenheit hoch. Die Menschen sind angehalten, weiterhin vorsichtig zu sein und Brände sofort zu melden.
Stimmen aus dem Brandgebiet: „Holzkohlestückchen flogen vom Himmel“
Wie dramatisch die Lage für Urlauber und Anwohner ist, zeigt ein Video aus dem Brandgebiet nahe Athen. In dem Clip ist eine Stimme zu hören, die beschreibt, wie Funken und Glutstücke durch die Luft fliegen: „Holzkohlestückchen flogen vom Himmel.“ Die Aufnahmen veranschaulichen die Gefahr, die von den Flammen und den herabfallenden Glutpartikeln ausgeht. Immer wieder entzünden solche Funken neue Feuerherde, die die Löscharbeiten zusätzlich erschweren.
Waldbrände in Südeuropa: Ein wachsendes Problem
Die aktuellen Brände reihen sich ein in eine Serie von Waldbränden, die Südeuropa in diesem Sommer heimsucht. Hohe Temperaturen, langanhaltende Trockenheit und starke Winde begünstigen die Entstehung und schnelle Ausbreitung von Feuern. Die Klimaforschung weist seit Jahren darauf hin, dass solche Extremwetterlagen durch den Klimawandel häufiger und intensiver werden. Südeuropa gilt als besonders verwundbar.
Im Kampf gegen die Flammen setzen die betroffenen Länder auf eine Kombination aus Bodenkräften, Löschfahrzeugen und Luftunterstützung. Auch internationale Hilfe ist immer wieder nötig: Aus anderen EU-Staaten werden dann zusätzliche Löschflugzeuge und Einsatzkräfte entsandt. Deutschland beteiligt sich ebenfalls regelmäßig an den Löscharbeiten in der Region.
Der vorliegende Bericht basiert auf Informationen der Nachrichtenagenturen dpa, AFP, KNA und epd sowie auf Videoaufnahmen aus dem Brandgebiet. Das News-Blog wird fortlaufend aktualisiert, sobald neue Meldungen eintreffen.



