Waldbrand bei Birkenfeld: Rallyefahrzeug als Auslöser vermutet
Waldbrand bei Birkenfeld: Rallyefahrzeug vermutlich Auslöser

Im Landkreis Birkenfeld wütet ein Wald- und Wiesenbrand auf einer Fläche von etwa zehn Hektar. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wurde das Feuer durch einen technischen Defekt an einem Rallyefahrzeug ausgelöst. Das Fahrzeug befuhr zum Zeitpunkt des Brandausbruchs ohne Genehmigung einen Feldwirtschaftsweg der Ortsgemeinde Reichenbach.

Löscharbeiten durch Winde erschwert

Am Abend gab die Kreisverwaltung eine erste vorsichtige Entwarnung: Das Feuer sei in den wesentlichen Brandabschnitten unter Kontrolle. Allerdings erschwerten stark drehende Winde die Löscharbeiten erheblich. Aus dem betroffenen Gebiet zwischen Reichenbach und Kronweiler stieg tagsüber dichter Rauch auf. Die Integrierte Leitstelle Trier empfahl den Anwohnern, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Autofahrer wurden gebeten, das Gebiet großräumig zu umfahren.

Panzer der Bundeswehr im Einsatz

Zur Brandbekämpfung setzte die Bundeswehr Panzer ein, die Schneisen in den Wald schlugen, um Brandabschnitte zu schaffen. Zudem kreisten Hubschrauber über dem Areal, um den Einsatzkräften ein Lagebild zu liefern und die Löscharbeiten aus der Luft zu unterstützen. Nach Angaben der Kreisverwaltung bestand für die Bevölkerung der umliegenden Ortschaften kein Grund zur Sorge. Die Ortsgemeinden Reichenbach und Kronweiler sowie das Abfallwirtschaftszentrum Reibertsbach seien nicht gefährdet.

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Stromleitung vorübergehend abgeschaltet

Durch das Einsatzgebiet verlaufen zwei überörtliche Stromleitungen. Eine davon musste aufgrund des Brandgeschehens zeitweilig abgeschaltet werden. Die allgemeine Stromversorgung in der Region blieb davon jedoch unbeeinträchtigt und war durchgehend sichergestellt, betonte der Landkreis.

Rallye-Testfahrt ohne Genehmigung

Bernd Alsfasser (FWG), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Baumholder, erklärte gegenüber dem SWR, dass in dem Gebiet eine Testfahrt für eine Rallye angemeldet gewesen sei. Für das Wochenende ist in der Eifel-Mosel-Region eine Rallye geplant. Das auslösende Fahrzeug war jedoch nicht Teil der genehmigten Testfahrt, wie die Polizei mitteilte. Die genauen Umstände des technischen Defekts werden noch ermittelt.

220 Einsatzkräfte im Großeinsatz

Rund 220 Einsatzkräfte kämpften zeitweise gegen die Flammen. Unterstützt wurden sie von den Feuerwehren der Bundeswehr und der U.S.-Streitkräfte, sagte ein Sprecher der Leitstelle. Der Großeinsatz zeigt die Gefahr von Waldbränden in der aktuellen Trockenperiode und die Bedeutung schneller Reaktionsfähigkeit der verschiedenen Hilfsorganisationen.

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