Kleinflugzeug-Absturz in Ganderkesee: Datenanalyse läuft
Absturz in Ganderkesee: Daten der Maschine werden untersucht

Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs auf ein Wohnhaus in Ganderkesee haben die Ermittler der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) mit der detaillierten Analyse der elektronischen Daten der Maschine begonnen. Wie ein Sprecher der BFU in Braunschweig mitteilte, wurden in den vergangenen Tagen zahlreiche Instrumente aus dem Cockpit sowie andere Komponenten geborgen und sichergestellt. Der Absturz ereignete sich am Samstag in einer Wohnsiedlung westlich von Delmenhorst, wobei die beiden Insassen – ein 65-Jähriger und ein 77-Jähriger aus Bremen – ums Leben kamen. Das Haus war zum Zeitpunkt des Unglücks unbewohnt, die Eigentümerfamilie befand sich nicht vor Ort.

Erster Zwischenbericht in acht Wochen erwartet

Nach Angaben der BFU wird die Auswertung der gesicherten Daten und der physikalischen Spuren voraussichtlich rund acht Wochen in Anspruch nehmen. Ein erster Zwischenbericht soll dann veröffentlicht werden. Der endgültige Abschlussbericht, der die genaue Unfallursache klären soll, wird nach jetzigem Stand in etwa einem Jahr erwartet. Die Maschine war kurz zuvor in Bremen gestartet und verlor dann über Ganderkesee rapide an Höhe, bevor sie in das Dach des Gebäudes krachte.

Spendenaktion für betroffene Familie gestartet

Die Familie, deren Haus durch den Absturz schwer beschädigt wurde und vorerst unbewohnbar ist, erhält Unterstützung aus der Bevölkerung. Auf einer Spendenseite im Internet wurde ein Aufruf gestartet, der von der Familie, Freunden und Nachbarn initiiert wurde. „Das Haus, das sie über viele Jahre mit unzähligen Stunden Eigenleistung, Liebe und Herzblut aufgebaut hat, ist nicht mehr bewohnbar“, heißt es auf der Plattform. Binnen eines Tages spendeten mehr als 190 Menschen über 8.000 Euro. Das Spendenziel ist auf 11.000 Euro festgelegt. Mit dem Geld soll die Familie unabhängig von möglichen Versicherungsleistungen unterstützt und ein Zeichen der Anteilnahme gesetzt werden.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Schaden im hohen sechsstelligen Bereich

Die Polizei hat das Flugzeug inzwischen geborgen und beschlagnahmt. Die genaue Schadenshöhe am Haus ist noch nicht bekannt, doch erste Schätzungen gehen von einem Schaden im hohen sechsstelligen Euro-Bereich aus. Die Unfallursache bleibt vorerst ungeklärt. Die BFU-Ermittler arbeiten daran, die Flugdaten und Aufzeichnungen aus dem Cockpit auszulesen, um die letzten Minuten vor dem Absturz zu rekonstruieren. Es handelt sich um eine routinemäßige, aber aufwändige Untersuchung, die mehrere Wochen in Anspruch nehmen wird.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration