ADAC erwartet erneut Stauwochenende mit 1000 Baustellen
ADAC erwartet Stau-Wochenende mit 1000 Baustellen

Der ADAC rechnet für das kommende Wochenende mit einem erneut sehr hohen Verkehrsaufkommen auf den deutschen Autobahnen. Wie der Automobilclub am Montag, 3. August 2026, in München mitteilte, sind Staus auf den wichtigsten Fernstraßen wegen der andauernden Sommerferien nahezu unvermeidlich. Besonders betroffen sind die Verbindungen in den Süden sowie in die Küstenregionen – und das in beide Richtungen.

Ein Grund für die angespannte Lage ist das bevorstehende Ferienende in mehreren Bundesländern. In Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland enden die Sommerferien bereits an diesem Wochenende. Gleichzeitig sind viele Urlauber aus anderen Teilen Deutschlands noch auf dem Weg in den Urlaub. Dazu kommt der Reiseverkehr aus zahlreichen europäischen Nachbarländern, deren Ferien ebenfalls in diesen Zeitraum fallen. Die Folge: Eine ungewöhnlich hohe Zahl von Reisenden ist gleichzeitig auf Hin- und Rückreisen unterwegs.

Freitagnachmittag Richtung Alpen und Küste

Nach den Prognosen des ADAC werden am Freitagnachmittag und -abend vor allem die Strecken Richtung Süden, Alpen sowie Küstenregionen stark befahren sein. Viele Urlauber nutzen den Freitag zum Anreisen oder starten in ein langes Wochenende. Am Sonntagnachmittag und -abend kehrt sich das Bild um: Dann ist der Verkehr besonders in der entgegengesetzten Richtung dicht, wenn die Rückreisewelle einsetzt.

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Neben den Ferienreisenden sind bei dem angekündigten guten Wetter auch zahlreiche Tagesausflügler unterwegs. Sie sorgen vor allem in Richtung der Mittelgebirge und Seen für ein hohes Verkehrsaufkommen. Gerade auf Ausweichstrecken, die viele Fahrer in der Hoffnung auf freie Straßen wählen, kann es dann ebenfalls zu Staus kommen.

Rund 1000 Baustellen verzögern den Verkehr

Bundesweit wird der Verkehr dem Automobilclub zufolge durch rund 1000 Baustellen zusätzlich ausgebremst. Diese Zahl verdeutlicht, wie stark die Straßeninfrastruktur derzeit in Anspruch genommen wird. Baustellen an Brücken, Fahrbahnerneuerungen und Umleitungen reduzieren die verfügbare Fahrbahnbreite und führen regelmäßig zu Engpässen.

Autofahrer sollten daher ausreichend Zeit einplanen und ihre Route im Voraus prüfen. Auch wer nicht direkt auf einer Hauptreiseroute unterwegs ist, kann durch Ausweichverkehr und Umleitungen betroffen sein. Eine aktuelle Verkehrslage vor Fahrtantritt hilft, unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Auch auf Auslandsrouten drohen Staus

Wer die Ferien im Ausland verbringen möchte, muss laut ADAC ebenfalls mit Staus rechnen. Besonders auf den viel befahrenen Reiserouten in den Alpen und deren Zufahrten ist mit erheblichen Behinderungen zu rechnen. Die folgenden Strecken sind nach Einschätzung des Automobilclubs besonders staugefährdet:

  • Österreich: Westautobahn, Tauernautobahn, Inntalautobahn, Brennerautobahn sowie die Fernpassroute
  • Schweiz: Gotthardroute und San-Bernardino-Route
  • Italien: die Verlängerung der Brennerautobahn

Diese Routen sind in den Sommerferien traditionell stark belastet. Kommen Baustellen oder Unfälle hinzu, kann sich der Verkehr schnell stauen. Urlauber sollten diese Strecken nach Möglichkeit meiden oder außerhalb der Hauptverkehrszeiten passieren.

Fazit: Stauwochenende erfordert Geduld

Die Kombination aus Ferienende, Rückreiseverkehr, Tagesausflügen und zahlreichen Baustellen macht das kommende Wochenende zu einer Geduldsprobe für Autofahrer. Der ADAC erwartet, dass sich die Verkehrslage auf vielen Autobahnen deutlich verschärfen wird. Wer flexibel ist, kann die Hauptreisezeiten meiden und so lange Staus vermeiden – andernfalls heißt es: Zeit einplanen und Ruhe bewahren.

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