Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Dienstagmorgen in Berlin-Marzahn ereignet. Ein 90-jähriger Autofahrer wurde bei der Kollision mit einer Straßenbahn der Linie 16 in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Die Feuerwehr musste ihn aus dem Wrack befreien. Wie die Polizei mitteilte, erlitt der Mann erhebliche Verletzungen, schwebte jedoch nicht in Lebensgefahr.
Unfallhergang: Auto von Straßenbahn erfasst und mitgeschleift
Gegen 9:30 Uhr war der Senior mit seinem Pkw auf der Mehrower Allee in Richtung Märkische Allee unterwegs. An der Kreuzung Mehrower Allee/Trusetaler Straße/Max-Herrmann-Straße kam es zum Zusammenstoß mit der herannahenden Straßenbahn. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wurde der Pkw mehrere Meter über die Kreuzung hinweg mitgeschleift, bevor er erst hinter dem Kreuzungsbereich zum Stillstand kam.
Die Wucht des Aufpralls war so heftig, dass der Autofahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt wurde. Rettungskräfte der Feuerwehr befreiten ihn mit hydraulischem Gerät aus dem stark deformierten Fahrzeug. Anschließend brachte ihn ein Rettungswagen in ein Krankenhaus. Die Polizei betonte: „Lebensgefahr soll nicht bestanden haben.“
Kreuzung stundenlang gesperrt – auch Straßenbahnverkehr betroffen
Für die Dauer der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten musste der gesamte Kreuzungsbereich von etwa 9:40 Uhr bis 15 Uhr voll gesperrt werden. Dies hatte erhebliche Auswirkungen auf den Individualverkehr in Marzahn. Auch der Straßenbahnverkehr war betroffen: Die Linie 16, die normalerweise auf diesem Abschnitt verkehrt, musste umgeleitet werden oder fiel zeitweise aus. Die Polizei richtete örtliche Umleitungen ein.
Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache hat ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 3 (Ost) übernommen. Bislang liegen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden oder technische Mängel vor. Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
Häufung von Unfällen im Kreuzungsbereich?
Die Kreuzung Mehrower Allee/Trusetaler Straße/Max-Herrmann-Straße gilt verkehrstechnisch als anspruchsvoll. Immer wieder kommt es dort zu Beinahe-Unfällen. Der jüngste Crash wirft erneut Fragen zur Sicherheit des Knotenpunkts auf. Die Polizei prüft nun, ob eine verkehrspsychologische oder bauliche Ursache vorliegt. Der 90-jährige Fahrer war laut Polizei bisher nicht durch Verkehrsverstöße aufgefallen.
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) äußerten sich auf Anfrage noch nicht zu dem Vorfall. Die Straßenbahnlinie 16 verbindet die Bezirke Marzahn und Hellersdorf mit dem Stadtzentrum. Täglich nutzen tausende Fahrgäste die Strecke.



