Ein mutmaßlicher Brandanschlag hat in der Nacht zum Montag den Zugverkehr auf der Strecke zwischen Hamburg und Cuxhaven vollständig zum Erliegen gebracht. Ein Verteilerkasten der Deutschen Bahn brannte in Neu Wulmstorf (Niedersachsen) und beschädigte Signalleitungen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus, wie sie mitteilte.
Feuer zerstört Signalleitungen – Züge gestoppt
Gegen 1:15 Uhr meldete ein Zeuge Feuerschein an einem Technikgebäude eines Bahnübergangs. Als die Rettungskräfte eintrafen, war dieses Feuer fast erloschen. Stattdessen brannte in 50 Metern Entfernung ein Verteilerkasten. Die Feuerwehr löschte die Flammen, doch die Signalleitungen waren bereits beschädigt. Die Polizei sicherte Spuren am Tatort.
Eine Sprecherin der Deutschen Bahn bestätigte: „Das Feuer hat die Schieneninfrastruktur beschädigt, Zugfahrten im Abschnitt zwischen Hamburg-Neugraben und Buxtehude in Richtung Stade sind derzeit nicht möglich.“ Eine Prognose zur Dauer der Sperrung gebe es nicht. Zuvor hatte die „Hamburger Morgenpost“ berichtet.
Schienenersatzverkehr für S-Bahn und Regionalzüge
Für die betroffene S-Bahn-Linie S5 wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen und Taxen zwischen Neugraben und Stade eingerichtet. Auch zwischen Stade und Cuxhaven verkehren Ersatzbusse. Die Bahn rät Reisenden, sich vor Fahrtantritt zu informieren und deutlich längere Reisezeiten einzuplanen. Der Vorfall zeigt erneut die Anfälligkeit der Bahninfrastruktur für gezielte Sabotageakte.
Die Polizei ermittelt nun wegen Brandstiftung. Der entstandene Sachschaden ist noch unklar. Die Hintergründe der Tat sind Gegenstand der laufenden Untersuchungen.



