Die Stadt Dresden hat einen neuen Weg im Kampf gegen Raser eingeschlagen: Sie veröffentlicht besonders krasse Verkehrsverstöße auf ihrer Facebook-Seite. Der erste Fall zeigt einen Autofahrer, der mit 96 km/h durch eine 30er-Zone raste.
Der Vorfall ereignete sich in der Dorotheenstraße im Stadtteil Strehlen. Die Straße ist nur 5,2 Meter breit und liegt in einem dicht besiedelten Wohngebiet. Die Stadtverwaltung warnt: „Jederzeit können Menschen oder Tiere die Straße queren. Diese hohe Geschwindigkeit hätte schlimme Folgen haben können.“
Der Fahrer eines alten Audi wurde von einem mobilen Blitzer erfasst. Nach Abzug der Toleranz blieb eine Geschwindigkeit von 96 km/h übrig. Die Strafe: 1400 Euro Bußgeld, drei Monate Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg.
Stadtsprecher Daniel Heine erklärte gegenüber „Bild“: „Wir erhoffen uns davon, dass die Leute solche Fälle reflektieren und diskutieren.“ Die Reaktionen auf Facebook sind überwiegend empört – viele Kommentatoren fordern härtere Strafen, etwa eine Kopplung des Bußgelds ans Einkommen oder einen lebenslangen Führerscheinentzug.
Die Stadt appelliert an alle Autofahrer: „Wer rast, gefährdet sich und auch andere. Runter vom Gas!“ Die Aktion „Verstoß des Monats“ soll regelmäßig fortgesetzt werden.



