Schleifähre „Missunde III“ erneut außer Betrieb – Sicherheitsproblem
Schleifähre „Missunde III“ erneut außer Betrieb

Die Schleifähre „Missunde III“ hat ihren Betrieb nach nur rund einer Woche erneut eingestellt. Grund sind Sicherheitsbedenken des Pächters, die der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) ernst nimmt. Ein Sprecher berichtete: „Beim Anlegen soll sich mehrfach der Haken vom Landkeil gelöst haben.“ Der LKN betreibt die Fährlinie zwischen Schwansen und Angeln.

Tests zur Ursachenfindung

„Wir suchen nach möglichen Ursachen und Lösungen, um den Fährbetrieb so schnell wie möglich wieder aufnehmen zu können. Dabei hat die Sicherheit oberste Priorität“, kündigte der LKN-Sprecher an. Wie lange die Fähre ausfällt, ist derzeit nicht absehbar. „Wir werden heute einige Tests absolvieren und erst danach eine belastbare Prognose abgeben können.“

Erst in der vergangenen Woche hatte die Fähre wegen eines technischen Defekts einen Tag pausiert. Damals wurde ein Fehler an der Hydraulikanlage gefunden und behoben.

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Erst seit Ende April im Dienst

Die „Missunde III“ verkehrt zwischen Brodersby (Kreis Schleswig-Flensburg) und dem zu Kosel gehörenden Dorf Missunde (Kreis Rendsburg-Eckernförde). Sie nahm erst Ende April mit zweijähriger Verspätung den Betrieb auf. Seitdem gab es bereits mehrere ungeplante Unterbrechungen.

Die Ausfälle belasten die Region sowie Pendlerinnen und Pendler erheblich. Sie müssen einen Umweg von fast 40 Kilometern um die Schlei fahren. Jährlich werden zwischen Brodersby und Kosel rund 120.000 Fahrzeuge und etwa 50.000 Fahrräder übergesetzt.

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