Die Polizei in Brandenburg setzt ihre verstärkten Verkehrskontrollen im Rahmen der europäischen Speedweek bis zum kommenden Sonntag, dem 9. August, fort. Wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte, beteiligen sich alle Landesteile an der Verkehrssicherheitsaktion. „In diesem Zusammenhang führt die Polizei landesweit Verkehrskontrollen durch“, so die Sprecherin. Ein besonderer Schwerpunkt liege auf der Überwachung der Geschwindigkeit auf Straßen mit Allee-Charakter außerhalb geschlossener Ortschaften. Die genauen Kontrollorte wurden bewusst nicht bekannt gegeben, um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu erhöhen.
Hintergrund und Ziele der Aktion
Bereits im Frühjahr hatte es ähnliche, mehrtägige Kontrollen gegeben. Die nun bis Sonntag laufende Aktion ist Teil einer europaweit koordinierten Initiative des Polizeinetzwerks Roadpol. Ziel ist es, die Zahl schwerer Verkehrsunfälle zu senken. Laut Polizei und den Innenministerien der beteiligten Bundesländer soll durch die verstärkten Geschwindigkeitskontrollen das Unfallgeschehen nachhaltig beeinflusst werden.
Unfallzahlen und statistische Entwicklung
Die Notwendigkeit solcher Aktionen unterstreichen aktuelle Zahlen: Im Jahr 2025 kamen bei Straßenverkehrsunfällen in Deutschland mehr als 2.800 Menschen ums Leben. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, waren das 62 Getötete mehr als im Vorjahr. Langfristig ist die Entwicklung jedoch positiv: 1995 starben noch rund 9.500 Menschen im Straßenverkehr – ein deutlicher Rückgang, der auf verbesserte Sicherheitsmaßnahmen und Technologien zurückzuführen ist.
Roadpol und die Speedweek
Die Speedweek findet zweimal jährlich statt, jeweils im April und im August. Während dieser Zeit überwacht die Polizei in vielen europäischen Ländern die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen besonders streng. Die Aktion wird vom europäischen Polizeinetzwerk Roadpol koordiniert, dem Polizeibehörden aus zahlreichen Ländern angehören. In Brandenburg werden die Kontrollen bis zum 9. August fortgeführt.



