Bahn verschiebt Stuttgart 21 auf Ende 2031 – fünf Jahre später
Stuttgart 21: Bahn verschiebt Start auf Ende 2031

Die Deutsche Bahn verschiebt die Inbetriebnahme des umstrittenen Bahnprojekts Stuttgart 21 erneut. Nach Informationen aus Teilnehmerkreisen soll der neue Tiefbahnhof nun im Dezember 2031 in Betrieb gehen – fünf Jahre später als zuletzt geplant. Das teilten Bahnvertreter am Dienstag im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages mit.

Bahnvertreter informieren Bundestagsausschuss

Die Verschiebung wurde im Rahmen einer vertraulichen Sitzung des Verkehrsausschusses bekannt gegeben. Demnach haben Vertreter der Deutschen Bahn die Abgeordneten über den neuen Zeitplan informiert. Ursprünglich war eine Teileröffnung für Ende 2026 vorgesehen, die jedoch bereits im Vorfeld abgesagt worden war. Nun verschiebt sich das gesamte Projekt um weitere fünf Jahre.

Hintergrund der Verzögerung

Das Milliardenprojekt Stuttgart 21 ist seit Jahren von Verzögerungen und Kostensteigerungen geprägt. Die Gesamtkosten werden auf über zehn Milliarden Euro geschätzt. Die Bahn begründete die neuerliche Verschiebung mit technischen Herausforderungen und komplexen Bauabläufen. Die endgültige Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs war ursprünglich für 2019 vorgesehen, wurde dann aber mehrfach nach hinten korrigiert.

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Der neue Termin Dezember 2031 bedeutet eine weitere Verzögerung von fünf Jahren gegenüber der letzten Planung. Die Bahn betonte jedoch, dass der Baufortschritt weitergehe und man sich auf einen realistischen Zeitplan konzentriere. Die genauen Gründe für die erneute Verschiebung wurden im Ausschuss nicht im Detail erläutert.

Reaktionen aus Politik und Wirtschaft

Die Ankündigung stieß bei Politikern und Wirtschaftsverbänden auf Kritik. Ein Sprecher des Verkehrsministeriums erklärte, man nehme die Informationen zur Kenntnis und werde die weitere Entwicklung eng begleiten. Die Opposition forderte eine transparente Aufklärung der Kosten und Zeitpläne. Die Industrie- und Handelskammer Stuttgart zeigte sich enttäuscht über die erneute Verzögerung, die die Region wirtschaftlich belaste.

Das Projekt Stuttgart 21 umfasst neben dem Tiefbahnhof auch neue Tunnel- und Gleisanlagen. Die Verschiebung hat Auswirkungen auf den gesamten Schienenverkehr in der Region, da die geplanten Kapazitätssteigerungen erst später zur Verfügung stehen.

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