Mehr als neun Jahre nach dem offiziellen Baubeginn der zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München soll die erste große Tunnelbohrmaschine ihren Betrieb aufnehmen. Die Deutsche Bahn gab bekannt, dass der Startschuss für den 17. September geplant sei. Die 178 Meter lange und rund 700 Tonnen schwere Maschine wird bei der Donnersbergerbrücke in den Boden eindringen und etwa drei Kilometer bis zur im Bau befindlichen Haltestelle Marienhof in der Innenstadt vortreiben.
Erkundungs- und Rettungsstollen statt Haupttunnel
Die Bohrmaschine gräbt jedoch nicht eine der späteren S-Bahn-Röhren, sondern einen Erkundungs- und Rettungsstollen. Die eigentliche Tunnelroute zwischen Laim und Ostbahnhof, die in den späten 2030er Jahren den S-Bahn-Verkehr aufnehmen soll, dient der Entlastung der vielbefahrenen und störanfälligen ersten Stammstrecke. Seit 1972 fährt der Großteil der Münchner S-Bahnen durch deren Tunnel.
Aufbau der Maschine läuft nach Plan
Bevor der Rettungsstollen gegraben werden kann, muss die in Einzelteilen aus dem Schwarzwald nach München transportierte Maschine zusammengebaut und schrittweise in Betrieb genommen werden. Die Bahn teilte mit, dass der Aufbau bisher nach Plan verlaufe.
Namenswettbewerb für den Riesenbohrer
Die Tunnelbohrmaschine soll zudem einen Namen erhalten. Interessierte können noch bis zum 24. Juli über drei Vorschläge abstimmen, die bei einem Wettbewerb eingereicht wurden. Zur Auswahl stehen Anna, Donna Maria und Martha.



