Fahrerlose U-Bahnen kollidieren in Nürnberg – Strecke gesperrt
U-Bahn-Unfall in Nürnberg: Strecke gesperrt

Bei einer Rangierfahrt im Nürnberger U-Bahn-Netz sind zwei fahrerlose Züge der Linie 2 kollidiert. Dabei entgleisten mehrere Waggons eines Zuges, wie die Verkehrsgesellschaft VAG mitteilte. Der betroffene U-Bahnhof Röthenbach bleibt bis voraussichtlich Mittwoch gesperrt, während die Ermittlungen zur Unfallursache laufen.

Unfallhergang und Folgen

Der Zusammenstoß ereignete sich bereits am vergangenen Sonntag. Nach Angaben der VAG touchierten sich die beiden Züge während einer Rangierfahrt in einem Abstellbereich. Durch die Kollision sprangen einige Räder aus den Schienen, sodass die betroffenen Waggons nun aufwendig wieder aufgesetzt werden müssen. Die Sperrung des U-Bahnhofs Röthenbach betrifft die Linie 2, die normalerweise im dichten Takt verkehrt.

Die VAG hat angekündigt, bis zur vollständigen Klärung des Vorfalls auf weitere Rangierfahrten in den Abstellanlagen zu verzichten. Ein Gutachter sowie die Regierung von Mittelfranken sind in die Untersuchungen eingebunden. „Wir gehen jedem Hinweis nach und arbeiten mit Hochdruck an der Aufklärung“, sagte ein Sprecher der VAG.

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Erstmals ein schwerer Vorfall mit fahrerlosen Zügen

Das fahrerlose System der Nürnberger U-Bahn gilt seit seiner Einführung im Jahr 2008 als äußerst zuverlässig. Die Züge werden zentral aus einer Leitstelle gesteuert und überwacht. Laut VAG habe es in der Vergangenheit weder ähnliche Vorfälle noch schwerere Unfälle gegeben. „Das System ist eines der sichersten der Welt“, betonte das Unternehmen. Ob ein Fehler in der Leitstelle den Zusammenstoß ausgelöst haben könnte, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit automatischer Bahnsysteme auf, die weltweit zunehmend zum Einsatz kommen. Experten verweisen jedoch darauf, dass Einzelfälle die insgesamt positive Bilanz nicht trüben sollten. Die VAG kündigte an, nach Abschluss der Untersuchungen die Ergebnisse zu veröffentlichen.

Auswirkungen auf den Fahrgastbetrieb

Fahrgäste der Linie 2 müssen sich bis Mittwoch auf Einschränkungen einstellen. Die VAG richtete einen Ersatzverkehr mit Bussen ein, der die gesperrte Station umfährt. Pendler werden gebeten, mehr Zeit einzuplanen und die aktuellen Aushänge zu beachten. Die genaue Dauer der Sperrung hängt vom Fortschritt der Bergungsarbeiten ab.

Die VAG arbeitet nach eigenen Angaben mit Hochdruck daran, den Betrieb so schnell wie möglich wieder aufzunehmen. Die entgleisten Waggons sollen noch am Montag aufgegleist werden, anschließend müssen die Gleise auf Schäden überprüft werden. Ob die U-Bahn am Mittwoch wieder regulär fahren kann, ist noch ungewiss.

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