Waldbrand im Müritz-Nationalpark weitet sich auf 388 Hektar aus
Waldbrand Müritz: 388 Hektar in Flammen

Der Waldbrand im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern breitet sich weiter aus. Nach Angaben des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte stehen mittlerweile rund 388 Hektar in Flammen. Das Feuer war am Montag ausgebrochen und wird durch Altmunition im Boden erheblich erschwert.

360 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen

Rund 360 Menschen sind derzeit im Einsatz, um den Brand zu bekämpfen. Die Bundeswehr unterstützt die Löscharbeiten mit Hubschraubern. Aufgrund der Munitionsbelastung konzentrieren sich die Einsatzkräfte vor allem auf den östlichen Bereich des Parks, der nicht munitionsbelastet ist. Die Brandursache ist weiterhin unklar.

Evakuierung von Granzin vorübergehend aufgehoben

Die Evakuierung des etwa 400 Einwohner zählenden Ortes Granzin wurde temporär aufgehoben. Die Notunterkunft bleibt jedoch einsatzbereit. Der Landkreis bat Urlauber, das Gebiet weiträumig zu meiden und Umwege in Kauf zu nehmen. „Unterstützen Sie die Einsatzkräfte, indem Sie die Wege freihalten“, hieß es in einer Mitteilung.

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Munitionsbelastung erschwert Löscharbeiten erheblich

Thomas Müller (CDU), Landrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, stellte einen langwierigen Einsatz in Aussicht, da die Rettungskräfte „große Teile des Gebietes“ nicht betreten können. Nach Angaben des Munitionsbergungsdienstes gelten in Mecklenburg-Vorpommern rund 60.000 Hektar Wald als munitionsbelastet, das sind etwa zehn Prozent der gesamten Waldfläche. Davon entfallen rund 28.400 Hektar auf die höchste Gefährdungskategorie 4, zu der auch panzerbrechende Munition zählt. Auf dem Gelände waren immer wieder starke Detonationen zu hören.

Lage bleibt angespannt

Der Brand im Müritz-Nationalpark, dem größten Land-Nationalpark Deutschlands, bleibt eine große Herausforderung für die Einsatzkräfte. Die Kombination aus Trockenheit, Wind und der Munition im Boden macht die Löscharbeiten besonders gefährlich und zeitaufwendig. Die Behörden bitten die Bevölkerung weiterhin um Vorsicht und Verständnis für die Sperrungen.

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