Rohrbruch in Berlin: Tausende Haushalte stundenlang ohne Wasser
Rohrbruch in Berlin: Tausende Haushalte stundenlang ohne Wasser

In der Nacht auf Mittwoch kam es in weiten Teilen Berlins zu erheblichen Störungen in der Wasserversorgung. Grund war ein Rohrbruch in der Mollstraße in Berlin-Friedrichshain. Die Sprecherin der Berliner Wasserbetriebe, Astrid Hackenesch-Rump, teilte mit, dass der gesamte Nordosten der Stadt betroffen war. Viele Bewohner hätten die Unterbrechung jedoch nicht bemerkt, da sie geschlafen hätten. Inzwischen habe sich der Wasserdruck wieder normalisiert.

Der Schaden an einem Hauptrohr beschädigte auch ein kleineres Rohr. Die Trinkwasserversorgungsleitung aus Zement habe dem Druck nicht standgehalten. Die Reparatur der großen Leitung werde mehrere Wochen dauern. Die Mollstraße bleibt stadteinwärts zwischen dem Platz der Vereinten Nationen und der Büschingstraße für mehrere Monate voll gesperrt, auch der Gehweg ist betroffen.

Als Ursache für den Bruch nannten die Wasserbetriebe das Alter der Leitung. Sie sei 101 Jahre alt und habe das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Das Rohr mit 80 Zentimeter Durchmesser bestehe aus Grauguss, einem Material, das Schwingungen im Erdreich nicht gut standhalte. Bei solch alten Rohren werde auf eine aufwändige Ursachenforschung verzichtet.

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Betroffen waren unter anderem die Stadtteile Mitte, Friedrichshain, Lichtenberg, Prenzlauer Berg, Pankow, Weißensee, Hellersdorf, Kaulsdorf und Marzahn. Die Feuerwehr und Wasserbetriebe hatten gegen Mitternacht einen Druckabfall in der östlichen Stadthälfte festgestellt. Das ausgetretene Wasser führte zu überschwemmten Straßen. Die beschädigte Leitung wurde abgesperrt, und um 3:30 Uhr hatte sich der Druck überall normalisiert.

Die Berliner Verkehrsbetriebe meldeten zudem Ausfälle bei den Tramlinien zwischen Landsberger Allee/Petersburger Straße und Mollstraße/Prenzlauer Allee bis zum frühen Morgen. Die Berliner Stadtreinigung war mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

Der Vorfall erinnert an den Silvesterabend, als eine Hauptleitung unter der Seestraße im Wedding geborsten war. Damals waren Hunderttausende Haushalte für etwa eine Stunde ohne Wasser. Die Wasserbetriebe betonten, dass solche Vorfälle keine Rückschlüsse auf den allgemeinen Zustand des Netzes zuließen. Im Schnitt seien die Hauptleitungen rund 58 Jahre alt, bei einer Lebensdauer von etwa 100 Jahren.

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