TÜV-Report: Diese Autos fallen bei der Hauptuntersuchung durch
TÜV-Report: Diese Autos fallen bei der HU durch

Der aktuelle TÜV-Report offenbart ein erschreckendes Bild: Zahlreiche Fahrzeuge fallen bereits bei der ersten Hauptuntersuchung (HU) durch. Doch nicht immer stecken echte technische Schwächen dahinter. Oft sind es Kleinigkeiten oder sogar Fehlinterpretationen der Prüfer, die zur Durchfallquote beitragen. Der Report listet für sechs Altersklassen die Modelle mit den höchsten Mängelquoten auf – eine wichtige Orientierung für Gebrauchtwagenkäufer.

Die Ergebnisse im Überblick

Laut dem TÜV-Report sind vor allem Fahrzeuge der Altersklassen 2–3, 4–5, 6–7, 8–9, 10–11 und 12–13 Jahre betroffen. In jeder Kategorie gibt es Modelle, die überdurchschnittlich häufig durchfallen. Besonders auffällig: Manche Fahrzeuge haben bereits nach wenigen Jahren gravierende Mängel an Bremsen, Beleuchtung oder Achsteilen. Andere fallen wegen geringfügiger Probleme wie defekter Rücklichter oder abgefahrener Reifen durch – was für den Besitzer zwar ärgerlich, aber leicht zu beheben ist.

Die TÜV-Experten betonen, dass regelmäßige Wartung die Durchfallquote deutlich senken kann. Viele Mängel ließen sich durch rechtzeitige Inspektionen vermeiden. Dennoch zeigen die Daten, dass bestimmte Hersteller und Modelle systematisch schlechter abschneiden.

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Überraschende Durchfaller

Einige Modelle, die im Alltag als zuverlässig gelten, schneiden im TÜV-Report überraschend schlecht ab. Dies liegt oft an konstruktionsbedingten Schwächen, die erst nach Jahren zutage treten. So können beispielsweise korrosionsanfällige Bremsleitungen oder schwer zugängliche Bauteile zu erhöhten Mängelquoten führen. Käufer sollten daher bei der Wahl eines Gebrauchtwagens nicht nur auf den Ruf der Marke, sondern auch auf die konkreten TÜV-Historien achten.

Ein weiterer Faktor: Die Prüfvorschriften haben sich in den letzten Jahren verschärft. Besonders bei der Abgasuntersuchung und der Fahrzeugelektronik werden strengere Maßstäbe angelegt, weshalb ältere Fahrzeuge häufiger durchfallen. Aber auch Neuwagen sind nicht immun – manche Modelle weisen bereits bei der ersten HU nach drei Jahren auffällig viele Mängel auf.

Was der Report für Gebrauchtwagenkäufer bedeutet

Wer einen Gebrauchtwagen kaufen möchte, sollte die TÜV-Statistik genau studieren. Fahrzeuge mit häufigen Mängeln verursachen nicht nur höhere Reparaturkosten, sondern können auch bei der nächsten HU erneut durchfallen. Der Report empfiehlt, vor dem Kauf eine professionelle Gebrauchtwagenuntersuchung durchführen zu lassen – am besten bei einer TÜV-Prüfstelle. So lassen sich versteckte Mängel erkennen, die beim ersten Blick nicht sichtbar sind.

Zudem sollten Käufer die Altersklasse des Fahrzeugs berücksichtigen: Modelle, die in der Altersklasse 2–3 Jahre auffällig sind, könnten auch später Probleme bereiten. Eine vollständige Scheckheftpflege und regelmäßige Inspektionen sind das A und O für eine hohe HU-Beständigkeit.

Ein Blick auf die Statistik

Der Report basiert auf den Daten von mehreren Millionen Hauptuntersuchungen des vergangenen Jahres. Die Durchfallquote variiert stark zwischen den Modellen: Während die besten Fahrzeuge nur in rund 2 Prozent der Fälle durchfallen, liegen die Schlusslichter bei über 20 Prozent. Besonders betroffen sind ältere Fahrzeuge aus dem unteren Preissegment, aber auch einige Premiummarken zeigen in bestimmten Altersklassen Schwächen.

„Die Ergebnisse zeigen, dass regelmäßige Wartung und Pflege den entscheidenden Unterschied machen“, kommentiert ein TÜV-Sprecher. „Viele Mängel sind vermeidbar, wenn Autofahrer rechtzeitig in die Werkstatt gehen.“

Fazit: Vorsicht bei bestimmten Modellen

Der TÜV-Report ist ein wichtiges Instrument für alle Autobesitzer und -käufer. Er zeigt nicht nur, welche Fahrzeuge besonders mängelanfällig sind, sondern gibt auch Hinweise, worauf bei der Wartung zu achten ist. Wer sein Auto regelmäßig prüfen lässt und bekannte Schwachstellen im Blick behält, kann böse Überraschungen bei der HU vermeiden. Die vollständige Liste der Modelle mit den höchsten Durchfallquoten finden Sie in der aktuellen Ausgabe von AUTO BILD.

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