So retten Sie Ihren Rasen vor der Sommerhitze – SOS-Kur für braune Flecken
Rasen retten vor Sommerhitze: Tipps von Experten

Braune Flecken im Rasen sind im Sommer keine Seltenheit – besonders nach Hitzeperioden oder längerer Abwesenheit ohne Bewässerung. Doch selbst stark ausgetrocknete Flächen lassen sich oft noch retten, wenn rechtzeitig die richtigen Maßnahmen ergriffen werden. Rasenexperte Dr. Harald Nonn und die Sächsische Gartenakademie geben konkrete Handlungsempfehlungen.

Sommerhitze: So vermeiden Sie braune Flecken

Wie myHOMEBOOK berichtet, sollte der Rasen in heißen und trockenen Phasen nicht zu kurz geschnitten werden. Längere Halme beschatten den Boden besser und reduzieren den Wasserverlust. Dr. Harald Nonn empfiehlt die Ein-Drittel-Methode: Dabei wird maximal ein Drittel der Halmlänge abgeschnitten. Zudem darf die Schnitthöhe im Sommer ruhig um etwa einen Zentimeter erhöht werden. „Ein längerer Rasen verdunstet weniger Wasser und bleibt länger grün“, erklärt der Experte.

Vertrockneten Rasen regenerieren: Die SOS-Kur

Nach einer Regenphase sollte der Rasen gemäht und gedüngt werden. Diese SOS-Kur empfiehlt die Sächsische Gartenakademie, damit sich die Grasnarbe regenerieren und Unkräuter wieder verdrängen kann. Bleiben einzelne Trockenstellen bestehen, rät Dr. Nonn dazu, die betroffenen Flächen aufzukratzen und nachzusäen. „Durch das Aufkratzen wird die Bodenoberfläche gelockert, sodass das neue Saatgut besser keimen kann“, erläutert er.

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Unkraut entfernen und kahle Stellen nachsäen

Grüne Inseln zwischen braunen Flächen sind oft kein Rasen, sondern widerstandsfähige Wildkräuter wie Klee, Gundermann, Hahnenfuß oder Kriechendes Fingerkraut. Diese sollten vor der Regeneration entfernt werden, da sie sonst die Grasnarbe verdrängen. Bei Zierrasen oder hochwertigem Sportrasen hilft oft nur eine radikale Kur: Kurz mähen, vertikutieren und neu einsäen. Mit Dünger und regelmäßiger Bewässerung schließen sich die Lücken meist wieder. Wichtig ist, im Spätsommer und Herbst nur noch kaliumbetonten, stickstoffarmen Dünger zu verwenden – Überdüngung schadet dem Rasen ebenfalls.

Bewässerung und Vorbeugung von Trockenstress

Entscheidend ist die richtige Bewässerung. Als Faustregel gilt: So viel gießen, dass die oberen drei Zentimeter des Bodens durchfeuchtet werden. Meist reichen zwei bis drei Wassergaben pro Woche. Gegossen werden sollte nicht in der Mittagshitze, da sonst ein Großteil des Wassers verdunstet. Laut Dr. Nonn zeigt der Rasen seinen Wasserbedarf selbst an: Die Blätter färben sich graugrün und richten sich nach dem Betreten nicht mehr auf. Dann ist der richtige Zeitpunkt für eine gründliche, wurzeltiefe Bewässerung. „Werden diese Signale ignoriert, kann der Rasen dauerhaften Schaden nehmen“, warnt der Experte. Mit diesen Maßnahmen bleibt der Rasen auch in heißen Sommern gesund und grün.

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