Ube-Latte: Die lila Jamswurzel erobert die Kaffeetassen
Ube-Latte: Lila Jamswurzel erobert die Kaffeetassen

Nach Lavendel und Matcha ist nun eine weitere Farbe in den Kaffeebechern angekommen: ein kräftiges Lila. Verantwortlich ist Ube, eine asiatische Jamswurzel, die ursprünglich von den Philippinen stammt. Schon vor einigen Jahren sorgten Lavendel-Lattes mit ihrer violetten Farbe für Furore, dann dominierte Matcha aus Japan die Trendgetränke. Nun folgt mit Ube die nächste Welle – und sie rollt geradewegs durch die Cafés der Welt. Die violette Knolle mischt Kaffeehäuser und soziale Netzwerke auf und erinnert damit an den Siegeszug des Matcha-Lattes. Den grünen Tee-Klassiker verdrängt Ube jedoch nicht – sie ergänzt ihn. In manchen Cafés gibt es sogar einen Mix aus beiden Zutaten. Geschmacklich überzeugt Ube mit einer Mischung aus Vanille, Pistazie und Haselnuss, gepaart mit einer dezenten Süße, die ideal mit kräftigem Espresso harmoniert. Anders als Matcha ist Ube weniger herb, dafür cremiger und weicher. Die intensive Farbe macht das Getränk zudem zu einem beliebten Motiv für Instagram – Millionen Fotos zeigen den leuchtend lila Latte.

Was ist Ube? Herkunft und Verwendung

Ube gehört auf den Philippinen seit Jahrhunderten zum Speiseplan. Die jamswurzelartige Knolle wird gekocht und mit Kondensmilch zu einer Paste namens halayang ube oder ube halaya verarbeitet. Diese lila Paste bildet die Grundlage für Eiscreme, Kuchen, Kekse, Desserts und Aufstriche. Auch als süßer Brotaufstrich ist sie in der philippinischen Küche sehr beliebt. Besonders bekannt ist das Dessert Halo Halo, bei dem Ube die charakteristische violette Farbe liefert. Ohne Ube wäre Halo Halo nur halb so bunt – die Knolle ist dort ein fester Bestandteil.

Außerhalb Südostasiens ist Ube inzwischen als Pulver, Paste oder Sirup erhältlich. Große Caféketten wie Starbucks, Costa Coffee und Pret A Manger haben den Trend aufgegriffen und bieten entsprechende Spezialitäten an. Doch Ube landet nicht nur in Tassen: Auch Pfannkuchen, Waffeln, Eisbecher und Backwaren werden mit der Knolle verfeinert. Beim Backen genügt es, einige Esslöffel Mehl durch Ube-Pulver zu ersetzen, um eine natürliche Farb- und Geschmacksnote zu erhalten. Die Palette reicht von Kuchen und Muffins bis hin zu Eiscreme – die lila Farbe macht jedes Gericht zu einem Hingucker.

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Gesundheit und Nährstoffe: Das steckt in Ube

Die frische Ube-Knolle kann mit einigen gesundheitlichen Vorteilen aufwarten. Sie enthält viele Antioxidantien, Ballaststoffe und Vitamin C und soll sich positiv auf die Darmgesundheit auswirken. Zudem ist sie fett- und kalorienarm und liefert wichtige Mineralstoffe. In der Küche lässt sich Ube ähnlich wie Süßkartoffeln zubereiten: Die Knollen werden gekocht, gedämpft oder im Ofen gegart, bis sie weich sind. So bleibt nicht nur die Farbe, sondern auch der Nährstoffgehalt weitgehend erhalten.

Allerdings sollten Verbraucher bei Pulver, Sirup und Paste vorsichtig sein – diese Produkte enthalten oft viel zusätzlichen Zucker und deutlich weniger Nährstoffe als die frische Wurzel. Wer also den gesundheitlichen Nutzen voll ausschöpfen möchte, greift am besten zur ganzen Knolle. Insbesondere für Menschen, die auf ihre Kalorienzufuhr achten, macht das einen spürbaren Unterschied.

Ube-Latte selber machen: Das einfache Rezept

Für einen hausgemachten Ube-Latte braucht man nur vier Zutaten: Ube-Pulver, Wasser, Milch und Espresso oder normalen Kaffee. Die Zubereitung gelingt in wenigen Schritten: Zuerst wird 1 Teelöffel Ube-Pulver mit 120 ml heißem Wasser in einer Tasse glatt gerührt, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Anschließend werden 100 bis 150 ml Milch erhitzt und cremig aufgeschäumt. Den Kaffee gibt man zur Ube-Mischung und gießt das Ganze langsam in die aufgeschäumte Milch. Das fertige Getränk überzeugt mit einer sattvioletten Farbe und einem süßlich-nussigen Aroma – ganz ohne künstliche Farbstoffe.

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Fazit: Ube ist mehr als ein kurzfristiger Hype

Ob als Latte, im Gebäck oder als Eiscreme: Die lila Jamswurzel hat sich längst vom Nischentrend zum festen Bestandteil der Kaffeekultur entwickelt. Ube verbindet jahrhundertealte Tradition mit modernem Food-Trend und dürfte auch in den kommenden Monaten auf den Speisekarten bleiben. Wer das Erlebnis bereits kennt, weiß: Die lila Farbe ist nur eine Seite – der Geschmack ist der wahre Grund für die Begeisterung. Der Ube-Hype zeigt zudem, wie offen die Genießerwelt für neue Aromen und Farben ist. Nach Matcha aus Japan und Lavendel aus der Provence bringt Ube nun ein Stück Südostasien in die heimische Tasse.