Teneriffa-Alternativen: 5 Inseln, die genauso schön sind
Teneriffa-Alternativen: 5 Inseln, die genauso schön sind

Die Kanareninsel Teneriffa zieht jährlich Millionen von Touristen an – allein im Jahr 2023 besuchten rund 5,8 Millionen Menschen die Insel. Wer ähnliche Landschaften wie Vulkane, Strände und grüne Täler sucht, aber den Massen entgehen möchte, hat mehrere Alternativen. Die Reiseexpertin Julia Schmidt vom Deutschen Reiseverband empfiehlt fünf Inseln, die landschaftlich ebenso beeindruckend sind, aber deutlich weniger Besucher verzeichnen.

Madeira: Portugals Blumeninsel

Madeira liegt etwa 500 Kilometer vor der Küste Marokkos und gehört zu Portugal. Die Insel ist bekannt für ihre üppige Vegetation, steile Klippen und den berühmten Levada-Wanderwegen. Im Vergleich zu Teneriffa ist Madeira mit etwa 1,3 Millionen Touristen pro Jahr deutlich ruhiger. Die Hauptstadt Funchal bietet eine charmante Altstadt und den botanischen Garten. Wanderer können den Pico Ruivo besteigen, den höchsten Punkt der Insel mit 1.862 Metern.

La Gomera: Ursprünglich und grün

Nur eine Stunde mit der Fähre von Teneriffa entfernt liegt La Gomera, die zweitkleinste der Kanarischen Inseln. Sie hat etwa 22.000 Einwohner und empfängt jährlich rund 300.000 Touristen. Die Insel ist ein UNESCO-Weltkulturerbe wegen ihres Lorbeerwaldes im Garajonay-Nationalpark. Wanderer schätzen die zahlreichen Pfade durch tiefe Schluchten. Die Einheimischen kommunizieren teilweise noch mit der Pfeifsprache Silbo Gomero.

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El Hierro: Nachhaltig und ruhig

El Hierro ist die westlichste und kleinste der Kanarischen Inseln. Mit nur etwa 11.000 Einwohnern und rund 100.000 Besuchern pro Jahr ist sie ein Geheimtipp. Die Insel setzt auf erneuerbare Energien und wurde 2014 als erstes Inselgebiet der Welt komplett mit Wind- und Wasserkraft versorgt. Taucher finden hier einige der besten Tauchreviere Europas. Die Landschaft ist vulkanisch geprägt, mit schwarzen Lavafeldern und Kiefernwäldern.

São Miguel: Die grüne Insel der Azoren

São Miguel ist die größte Insel der Azoren, einer portugiesischen Inselgruppe im Atlantik. Sie bietet Kraterseen wie die Lagoa das Sete Cidades, heiße Thermalquellen und üppige Hydrangea-Hecken. Mit etwa 500.000 Touristen pro Jahr ist sie deutlich weniger besucht als Teneriffa. Die Hauptstadt Ponta Delgada ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge. Im Sommer können Besucher Wale und Delfine beobachten.

Korsika: Französisches Inselparadies

Korsika liegt im Mittelmeer und gehört zu Frankreich. Die Insel besticht durch eine abwechslungsreiche Landschaft: hohe Berge, türkisfarbenes Wasser und einsame Buchten. Mit etwa 3,5 Millionen Touristen pro Jahr ist sie trotzdem weniger überlaufen als Teneriffa. Der GR20 Fernwanderweg zieht erfahrene Wanderer an. Die Küstenstadt Bonifacio bietet spektakuläre Kalksteinklippen.

Fazit: Vielfalt ohne Massen

Wer also die Schönheit Teneriffas erleben möchte, ohne sich durch Touristenmassen zu kämpfen, findet auf diesen fünf Inseln lohnende Alternativen. Jede hat ihren eigenen Charakter und bietet einzigartige Erlebnisse – von Wanderungen durch Lorbeerwälder bis hin zu Tauchgängen in Vulkanseen. Die Entscheidung hängt letztlich von den persönlichen Vorlieben ab: Wer die Kanaren liebt, aber ruhiger mag, ist mit La Gomera oder El Hierro gut beraten. Wer Neues entdecken möchte, sollte Madeira, São Miguel oder Korsika in Betracht ziehen.

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