Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat in seinem neuen Bericht schwere Vorwürfe gegen die AfD erhoben. Demnach stehen rund 28.000 Mitglieder der Partei unter dem Verdacht, rechtsextrem zu sein. Dies entspricht einem deutlichen Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren.
Keine Anzeichen für Mäßigung
Laut dem Bericht sei eine Mäßigung der AfD nicht erkennbar. Im Gegenteil: Die Partei werde zunehmend von radikalen Kräften durchsetzt. Die Behörde stufte mehrere Landesverbände als gesichert rechtsextremistisch ein.
Besonders besorgniserregend sei die Entwicklung in Ostdeutschland, wo die AfD in einigen Bundesländern bereits über 30 Prozent der Stimmen erhält. Die Verfassungsschützer warnen vor einer Unterwanderung staatlicher Institutionen.
Zahlen und Fakten
Die Zahl der als extremistisch eingestuften AfD-Mitglieder stieg von rund 24.000 im Vorjahr auf nun 28.000. Insgesamt hat die Partei etwa 40.000 Mitglieder. Somit stehen fast drei Viertel aller AfD-Mitglieder unter Beobachtung.
Der Bericht bezieht sich auf Erkenntnisse aus dem Jahr 2025. Die Behörde betont, dass die tatsächliche Zahl der Extremisten noch höher liegen könnte, da nicht alle Verdachtsfälle abschließend geprüft werden konnten.
Reaktionen aus der Politik
Die Bundesregierung zeigte sich besorgt. Ein Sprecher des Innenministeriums erklärte: „Die Zahlen sind alarmierend. Wir müssen die demokratischen Kräfte stärken und den Rechtsstaat verteidigen.“ Die AfD wies die Vorwürfe zurück und sprach von einer „politisch motivierten Kampagne“.
Oppositionspolitiker forderten ein Verbot der Partei. Die SPD und Grüne sehen sich in ihrer Einschätzung bestätigt, dass die AfD eine Gefahr für die Demokratie darstellt.



