Die AfD hat in der aktuellen Sonntagsfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA für BILD ihren Vorsprung vor der Union wieder ausgebaut. Die Rechtspopulisten gewinnen einen Prozentpunkt hinzu und kommen nun auf 29 Prozent, während CDU/CSU einen Punkt auf 21 Prozent verlieren. Damit beträgt der Abstand zwischen AfD und Union wieder acht Prozentpunkte.
SPD und Grüne gleichauf, FDP scheitert an Fünf-Prozent-Hürde
SPD und Grüne liegen beide bei 13 Prozent und liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz drei. Die Liberalen unter Wolfgang Kubicki verharren bei 4 Prozent und würden somit den Wiedereinzug in den Bundestag verpassen. Insgesamt entfallen 14 Prozent der Wählerstimmen auf Parteien, die an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern würden, darunter auch das BSW mit 3 Prozent.
„Anders als in den Sommerwochen sonst üblich, gibt es bei fast allen Parteien – außer bei der FDP – Veränderungen“, erklärte INSA-Chef Hermann Binkert gegenüber BILD.
Nur zwei Koalitionsoptionen mit Mehrheit
Stand jetzt kämen nur zwei Bündnisse auf eine parlamentarische Mehrheit: eine Kenia-Koalition aus Union, SPD und Grünen mit zusammen 47 Prozent sowie ein Bündnis aus AfD und CDU/CSU (Blau-Schwarz) mit zusammen 50 Prozent.
Spahn-Rücktritt könnte nächste Umfrage beeinflussen
Die politische Landschaft könnte sich durch den Rücktritt von Jens Spahn als Unionsfraktionsvorsitzender weiter verändern. Spahn war in die Kritik geraten, weil er und sein Mann Daniel Funke Eltern mit Hilfe einer Leihmutter in den USA geworden waren. Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten, und die CDU spricht sich gegen eine Legalisierung aus. Bundeskanzler Friedrich Merz strebt noch vor seiner ab Ende Juli geplanten Urlaubszeit eine Entscheidung über die Nachfolge an. Aus dem Umfeld des CDU-Chefs heißt es, dass noch Optionen abgewogen werden.



