AfD scheitert bisher bei Landratswahlen in Brandenburg – letzte Chance in Ostprignitz-Ruppin
AfD scheitert bei Landratswahlen in Brandenburg

Der thüringische Landkreis Sonneberg als Blaupause – dieses Ziel hat die AfD in Brandenburg bislang nicht erreicht. Die extrem rechte Partei will auch kommunal an die Macht, doch aus den fünf Landratswahlen in diesem Jahr in Brandenburg ging die AfD nicht als Siegerin hervor. Am Sonntag wird in Ostprignitz-Ruppin gewählt. Es ist die letzte von sechs Landratswahlen in diesem Jahr in Brandenburg. Erklärtes Ziel der AfD: Erstmals einen märkischen Landkreis gewinnen. Eine Lagebeschreibung.

Bisherige Ergebnisse der AfD bei Landratswahlen in Brandenburg

In den vorangegangenen Wahlen in den Landkreisen Barnim, Dahme-Spreewald, Oder-Spree, Spree-Neiße und Teltow-Fläming konnte die AfD jeweils nicht den Landratsposten erringen. In manchen Fällen zog der Kandidat der Partei in die Stichwahl ein, unterlag dort aber dem Gegenkandidaten von CDU oder SPD. Besonders knapp war es im Landkreis Oder-Spree, wo der AfD-Bewerber mit 48,9 Prozent nur knapp verlor.

Die Strategie der AfD in Brandenburg

Die AfD setzt in Brandenburg auf eine Mischung aus lokalen Themen und bundespolitischer Rhetorik. In Ostprignitz-Ruppin hofft die Partei auf Protestwähler, die mit der Flüchtlingspolitik unzufrieden sind. Der Kandidat der AfD, ein ehemaliger Polizist, wirbt mit Law-and-Order-Parolen und kritisiert die Energiepolitik der Landesregierung. Die anderen Parteien warnen vor einer Normalisierung rechtsextremer Positionen.

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Reaktionen der etablierten Parteien

CDU, SPD, Grüne und Linke haben ihre Kandidaten ins Rennen geschickt und appellieren an die Wähler, die AfD zu verhindern. Die CDU setzt auf eine konservative, aber demokratische Linie, während die SPD auf soziale Themen setzt. Die Grünen warnen vor den Gefahren für den Klimaschutz, falls die AfD gewinnt. Bislang gelang es, die AfD in den Stichwahlen zu schlagen.

Ausblick auf die Wahl am Sonntag

Die Wahl in Ostprignitz-Ruppin gilt als richtungsweisend. Sollte die AfD gewinnen, wäre dies ein erneuter Erfolg nach dem Landkreis Sonneberg in Thüringen. Die Wahlbeteiligung wird als entscheidend angesehen: Je höher sie ausfällt, desto geringer sind die Chancen der AfD. Die letzten Umfragen sehen die AfD bei etwa 25 Prozent, während CDU und SPD zusammen auf über 40 Prozent kommen. Eine Stichwahl ist wahrscheinlich.

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