Die AfD hat auf ihrer Wahlparty einen Song gespielt, der sich mit Abschiebungen befasst und für Empörung sorgt. Der Titel „Wir schieben sie alle ab“ wurde laut Berichten von Parteimitgliedern gefeiert, während Kritiker den Text als menschenverachtend und hetzerisch bezeichnen.
Songtext sorgt für Kontroversen
Der umstrittene Song, der auf der Party der AfD in Berlin erklang, thematisiert die Abschiebung von Migranten. In den Zeilen heißt es unter anderem: „Wir schieben sie alle ab, das ist der Plan.“ Die Stimmung auf der Veranstaltung war nach Augenzeugenberichten ausgelassen, viele Gäste stimmten in den Refrain ein.
Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Politiker anderer Parteien verurteilten den Vorfall scharf. „Das ist ein neuer Tiefpunkt im politischen Diskurs“, erklärte ein Sprecher der SPD. Auch die Grünen zeigten sich entsetzt: „Solche Lieder verharmlosen menschliches Leid und schüren Hass.“
AfD verteidigt Aktion
Die AfD hingegen verteidigte die Wahl des Songs. Ein Parteisprecher sagte: „Das Lied ist Ausdruck der Meinungsfreiheit und spiegelt die Stimmung vieler Bürger wider. Wir lassen uns nicht vorschreiben, welche Musik wir hören dürfen.“ Die Partei betonte, dass es sich um eine humorvolle Aktion gehandelt habe, die nicht ernst gemeint sei.
Kritiker sehen darin jedoch eine bewusste Provokation und einen weiteren Schritt zur Radikalisierung der Partei. „Die AfD zeigt immer deutlicher ihr wahres Gesicht“, kommentierte ein Politologe. „Solche Aktionen sind Teil einer Strategie, die Grenzen des Sagbaren zu verschieben.“
Auswirkungen auf die politische Landschaft
Der Vorfall könnte die ohnehin angespannte Debatte um Migration und Asyl weiter anheizen. Die AfD hatte zuletzt mit Forderungen nach schärferen Asylgesetzen und einer restriktiven Migrationspolitik für Aufsehen gesorgt. Der Song auf der Wahlparty wird von Beobachtern als weiteres Indiz für den Rechtsruck der Partei gewertet.
Die INSA-Umfrage zeigt derweil, dass die CDU auf ein Drei-Jahres-Hoch steigt, während die AfD leicht verliert. Ob der Eklat um den Abschiebe-Song langfristige Auswirkungen auf die Wählerzustimmung haben wird, bleibt abzuwarten.



