Festnahme nach Brandanschlägen auf Parteibüros in Flensburg
Die Polizei in Schleswig-Holstein hat einen Verdächtigen gefasst, der für mehrere Brandanschläge auf Parteibüros in Flensburg verantwortlich sein soll. Nach Informationen des Spiegels handelt es sich um einen ehemaligen Aktivisten der Kleinstpartei "Die Basis", der erst kürzlich der AfD beigetreten ist.
Tatablauf und Ermittlungen
In den vergangenen Wochen waren Büros von SPD, Grünen und Linken in Flensburg Ziel von Brandanschlägen geworden. Die Polizei konnte nach einem Zeugenhinweis einen Tatverdächtigen identifizieren und festnehmen. Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen eine Person in Tatortnähe, die nun als dringend tatverdächtig gilt.
Politische Hintergründe
Der Festgenommene war zuvor bei der Partei "Die Basis" aktiv, die vor allem durch Proteste gegen Corona-Maßnahmen bekannt wurde. Vor Kurzem wechselte er zur AfD. Die Ermittler prüfen nun, ob die Taten einen politischen Hintergrund haben. Die AfD selbst hat sich bislang nicht zu dem Fall geäußert.
Reaktionen aus der Politik
Die betroffenen Parteien zeigten sich bestürzt über die Anschläge. Ein Sprecher der Flensburger SPD sagte: "Angriffe auf Parteibüros sind Angriffe auf die Demokratie." Die Grünen forderten eine schnelle Aufklärung des Falls. Die Linke sprach von einer besorgniserregenden Entwicklung des politischen Klimas in der Region.
Weitere Ermittlungen
Die Polizei durchsuchte die Wohnung des Verdächtigen und sicherte Beweismittel. Der Mann soll noch heute dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittlungen dauern an.



