Dobrindt: Abschiebekurs nach Afghanistan nach Messerangriff in Trier bekräftigt
Dobrindt bekräftigt Abschiebekurs nach Afghanistan

Dobrindt bekräftigt Abschiebekurs nach tödlichem Angriff

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat nach dem tödlichen Messerangriff auf einen Studenten in Trier seine Absicht bekräftigt, weiterhin Straftäter nach Afghanistan abzuschieben. „Ich halte das nach wie vor für eine zwingend notwendige Maßnahme und werde auch nicht lockerlassen, diese Abschiebungen auch in diese Länder wie Afghanistan weiter zu forcieren“, sagte Dobrindt vor Journalisten in Berlin. Die Gesellschaft habe ein Anrecht darauf, dass Straftäter außer Landes geschafft würden.

Dobrindt wandte sich gegen Kritik, die auf psychische Erkrankungen von Tätern hinweist. „Wir sind hier nicht die Region der Welt, die für alle psychisch Kranken zuständig ist und für alle Traumata, um es jetzt überspitzt zu formulieren“, sagte der Innenminister. Er wolle diesen Weg konsequent weitergehen.

Hintergrund des Angriffs

Der 22-jährige Geschichtsstudent Marius D. war am vergangenen Mittwoch in Trier am hellichten Tag in der Nähe der Universität erstochen worden. Tatverdächtig ist der 22 Jahre alte Afghane Sajad M. Er soll aus unbekannten Gründen auf offener Straße mit einem Küchenmesser mindestens zweimal in den Oberkörper des Studenten gestochen haben. Die beiden jungen Männer kannten sich nicht. Die Polizei bezeichnete Marius D. als „Zufallsopfer“.

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Sajad M. galt als gut integriert. Laut Berichten der „Bild“-Zeitung schloss er erfolgreich eine Ausbildung im Metallbereich ab. „Er war vier Jahre bei uns beschäftigt, sprach sehr gut Deutsch. Es gab nie irgendwelche Auffälligkeiten“, sagte die Sprecherin seines Arbeitgebers.

Migrationshintergrund des Tatverdächtigen

Nach eigenen Angaben wurde M. im Alter von zwölf Jahren als Geflüchteter an der iranisch-türkischen Grenze von seinen Eltern getrennt und reiste allein nach Deutschland weiter. Ein Asylantrag wurde 2017 abgelehnt, für unbegleitete Kinder galt jedoch ein Abschiebeverbot. Mittlerweile soll er laut Staatsanwaltschaft eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis haben. M. litt offenbar an einer psychischen Erkrankung, wegen der er bereits in einer psychiatrischen Klinik in Behandlung war.

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