Eklat bei AfD-Veranstaltung: DDR-Hymne statt Nationalhymne
Eigentlich sollte die deutsche Nationalhymne den Schlusspunkt setzen. Doch bei einer AfD-Veranstaltung in Dessau-Roßlau kam es anders. Videos, die im Netz kursieren, zeigen AfD-Co-Chef Tino Chrupalla und den sachsen-anhaltischen Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund beim Singen der DDR-Hymne – gemeinsam mit mehreren Hundert Besuchern.
Der Vorfall ereignete sich am 15. Juli 2026. Die Veranstaltung war als Wahlkampfauftritt der AfD geplant. Statt der Nationalhymne stimmten die Teilnehmer die Hymne der Deutschen Demokratischen Republik an. Dies sorgte für Empörung bei politischen Gegnern und in Teilen der Öffentlichkeit.
Reaktionen auf den Eklat
Die DDR-Hymne steht für eine Diktatur, kritisierte ein Sprecher der Bundesregierung. Die AfD zeige damit ihre wahre Gesinnung. Auch andere Politiker verurteilten den Vorfall scharf. Die AfD selbst äußerte sich zunächst nicht zu den Vorfällen.
Das Video verbreitete sich schnell in sozialen Medien. Es zeigt Chrupalla und Siegmund, die die Hymne mitsingen. Die genauen Umstände sind noch unklar. Es wird vermutet, dass die Teilnehmer die Hymne spontan anstimmten.
Historischer Hintergrund
Die DDR-Hymne, offiziell „Auferstanden aus Ruinen“, wurde 1949 eingeführt. Nach der Wiedervereinigung wird sie nur noch selten gesungen. Sie gilt als Symbol der SED-Diktatur. Das Singen der Hymne wird daher als politische Provokation gewertet.
Die AfD steht in Sachsen-Anhalt bei Umfragen stark. Eine aktuelle Umfrage sieht die Partei bei 39 Prozent. Der Eklat könnte die Debatte um ein mögliches AfD-Verbot neu entfachen.



