Der Kultsänger Heino hat ein lukratives Angebot einer Rechtspartei ausgeschlagen. Wie die Bild-Zeitung berichtet, boten ihm Vertreter der Partei 100.000 Euro für einen kurzen Auftritt auf einer Veranstaltung. Heino lehnte jedoch ab.
Heino: „Das kommt nicht in Frage“
Der 87-jährige Musiker erklärte gegenüber der Bild: „Ich habe mich immer von politischen Extremen ferngehalten. 100.000 Euro sind viel Geld, aber meine Werte sind nicht käuflich.“ Er betonte, dass er keine Verbindung zu rechtspopulistischen oder rechtsextremen Gruppen haben wolle.
Die Rechtspartei, die nicht namentlich genannt wurde, hatte Heino über einen Mittelsmann kontaktiert. Das Angebot sah einen 15-minütigen Auftritt mit zwei Liedern vor. Heino, der bürgerlich Heinz Georg Kramm heißt, ließ die Anfrage umgehend absagen.
Günstigerer Ersatz gefunden
Statt Heino trat schließlich ein anderer Künstler auf, der für deutlich weniger Geld – etwa 5.000 Euro – bereit war, auf der Bühne zu stehen. Wer genau einsprang, ist nicht bekannt. Heino selbst kommentierte dies mit den Worten: „Es gibt immer jemanden, der für Geld alles macht. Ich nicht.“
Der Vorfall sorgt in den sozialen Medien für Diskussionen. Viele Nutzer loben Heinos Entscheidung, während andere die Höhe der angebotenen Summe kritisieren. Die Partei selbst hat sich bislang nicht zu der Absage geäußert.
Heinos politische Haltung
Heino gilt seit Jahrzehnten als unpolitischer Künstler. In der Vergangenheit lehnte er mehrfach Anfragen von Parteien ab, unabhängig von deren politischer Ausrichtung. „Ich singe für die Menschen, nicht für Parteien“, sagte er einmal in einem Interview.
Der Sänger, der vor allem durch Volksmusik und Schlagertitel bekannt wurde, verkaufte über 50 Millionen Tonträger. Sein Management bestätigte die Absage gegenüber der Bild: „Heino hat klare Prinzipien. Geld allein ist für ihn kein Grund, seine Überzeugungen aufzugeben.“



