Bundeskanzler Friedrich Merz hat in seiner Sommerpressekonferenz am 15. Juli 2026 einen eindringlichen Appell an die Wähler der AfD gerichtet. Er forderte sie auf, sich nicht ausschließlich über soziale Medien zu informieren, sondern genau hinzuschauen, was die Bundesregierung leistet. Zugleich warnte Merz vor einer Regierungsbeteiligung einer rechtsradikalen Partei in Deutschland.
Merz: „Informiert euch nicht nur über Social Media“
In seiner Rede betonte der Kanzler, dass viele AfD-Wähler möglicherweise ein verzerrtes Bild von der Arbeit der Regierung hätten, weil sie ihre Informationen hauptsächlich aus sozialen Netzwerken bezögen. „Informiert euch nicht nur über Social Media“, sagte Merz wörtlich. Er rief dazu auf, die tatsächlichen Leistungen der Bundesregierung zu prüfen und sich ein umfassendes Bild zu machen.
Eindringliche Warnung vor Rechtsradikalismus
Merz warnte zudem eindringlich vor einer Regierungsbeteiligung einer rechtsradikalen Partei. „Ich werde in Deutschland alles tun, was in meiner Kraft steht, um es zu verhindern“, erklärte der Kanzler. Diese Aussage unterstreicht seine entschiedene Haltung gegen jede Form von Extremismus. Die Sommerpressekonferenz fand vor dem Hintergrund statt, dass die AfD in Umfragen weiterhin hohe Zustimmungswerte verzeichnet.
Reaktionen und politische Einordnung
Die Ansprache von Merz wurde von politischen Beobachtern als direkte Ansprache an die Wählerschaft der AfD gewertet. Experten sehen darin den Versuch, die Wähler von einer Unterstützung der Partei abzubringen, indem er auf die Gefahren einer rechtsradikalen Regierungsbeteiligung hinweist. Die AfD selbst reagierte bislang nicht offiziell auf die Äußerungen des Kanzlers.



