Steinwurf auf Streifenwagen in Kiel: Polizistin verletzt
In der Nacht zu Donnerstag hat ein Unbekannter in Kiel ein Stück einer Gehwegplatte von einem Balkon auf einen Streifenwagen geworfen. Der etwa 10 mal 20 mal 5 Zentimeter große Pflasterstein durchschlug die Frontscheibe des Polizeiautos und traf eine 25-jährige Polizistin an Hand und Sprunggelenk. Ihr 59-jähriger Kollege blieb unverletzt. Die Staatsanwaltschaft stufte die Tat als versuchtes Tötungsdelikt ein und setzte eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise aus, die zur Ergreifung des Täters führen.
Hintergründe der Tat
Der Vorfall ereignete sich gegen 0:45 Uhr im Stadtteil Mettenhof. Die Beamten waren auf dem Weg zu einem Einsatz wegen Ruhestörung in einem Mehrfamilienhaus am Kurt-Schumacher-Platz und fuhren auf den Vorplatz. Plötzlich wurde der Stein von einem höhergelegenen Balkon des Gebäudes geworfen. Die Frontscheibe wurde auf Kopfhöhe durchschlagen. Die Polizei sucht nun dringend Zeugen, die Hinweise auf den Täter geben können. Die Belohnung wird für Hinweise ausgesetzt, die zu einer rechtskräftigen Verurteilung führen.
Ermittlungen und Zeugenaufruf
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Ersten Erkenntnissen zufolge handelte es sich um ein Bruchstück einer Gehwegplatte. Die Staatsanwaltschaft bewertet die Tat als versuchtes Tötungsdelikt, da der Stein gezielt auf das Polizeifahrzeug geworfen wurde und die Gefahr bestand, dass die Beamten schwer verletzt oder getötet werden könnten. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe: Wer hat in der Nacht verdächtige Beobachtungen gemacht? Wer kann Angaben zum Täter machen? Hinweise nimmt die Polizei Kiel entgegen.



