15 Jahre nach Utoya-Massaker: Breivik lebt in Luxus-Lounge im Knast
15 Jahre nach Utoya: Breiviks Luxus-Lounge im Knast

15 Jahre nach dem verheerenden Anschlag auf der norwegischen Insel Utoya sorgt die luxuriöse Haftsituation des Attentäters Anders Breivik für Empörung. Der rechtsterroristische Massenmörder, der am 22. Juli 2011 insgesamt 74 Menschen tötete, lebt nach Informationen der BILD in einer komfortablen Haftumgebung, die als „Luxus-Lounge“ beschrieben wird.

Die Bluttat vom 22. Juli 2011

Am 22. Juli 2011 verübte Breivik zunächst einen Bombenanschlag im Osloer Regierungsviertel, bei dem acht Menschen ums Leben kamen. Anschließend fuhr er, als Polizist verkleidet, auf die Insel Utoya, wo sich etwa 600 Jugendliche zu einem Sommercamp der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF befanden. Innerhalb von etwa einer Stunde erschoss er 66 junge Menschen, bevor er von der Polizei festgenommen wurde. Insgesamt forderte der Anschlag 77 Todesopfer.

Luxuriöse Haftbedingungen

BILD-Chefreporter Peter Hell, der damals vor Ort berichtete, erinnert sich im Gespräch mit Thomas Kausch an die Ereignisse und berichtet über die aktuellen Haftbedingungen Breiviks. „Breivik lebt in einer Art Luxus-Lounge im Gefängnis. Er hat Zugang zu Fernsehen, Computern und Fitnessgeräten – eine Situation, die viele Überlebende und Angehörige der Opfer als Hohn empfinden“, so Hell. Die Haftbedingungen des verurteilten Massenmörders sind immer wieder Gegenstand öffentlicher Debatten in Norwegen.

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Rechtliche Grundlage der Haftbedingungen

Die luxuriöse Ausstattung von Breiviks Haftzelle basiert auf norwegischen Gesetzen, die eine menschenwürdige Behandlung aller Gefangenen vorschreiben. Breivik verbüßt eine 21-jährige Haftstrafe, die bei anhaltender Gefährlichkeit verlängert werden kann. Seine Anwälte haben mehrfach gegen die Haftbedingungen geklagt, unter anderem wegen angeblicher Isolation und Verletzung seiner Menschenrechte. Die norwegischen Behörden argumentieren dagegen, dass Breivik eine besondere Sicherheitsstufe benötigt, aber dennoch ein Mindestmaß an Komfort erhalten müsse.

Reaktionen der Öffentlichkeit

Die Nachricht über Breiviks komfortable Haftsituation hat in Norwegen und international für Empörung gesorgt. Viele überlebende Opfer und Angehörige der Getöteten kritisieren die Bedingungen als unangemessen. „Es ist schwer zu akzeptieren, dass der Mann, der so viel Leid verursacht hat, nun in einer solchen Umgebung leben kann“, sagte ein Sprecher der Überlebendenorganisation. Die norwegische Regierung steht unter Druck, die Haftbedingungen zu überprüfen, ohne gegen die Rechtsstaatlichkeit zu verstoßen.

Blick zurück: Die Berichterstattung von BILD

BILD-Chefreporter Peter Hell war einer der ersten Journalisten, die nach dem Massaker auf Utoya eintrafen. Seine Berichte aus jener Zeit schilderten das Ausmaß der Tragödie und die Trauer der Angehörigen. „Die Bilder von damals sind unvergesslich. Dass Breivik heute in einer solchen Umgebung lebt, ist für viele ein Schlag ins Gesicht“, so Hell im Rückblick. Die Debatte über die Haftbedingungen zeigt, dass die Wunden des 22. Juli 2011 noch lange nicht verheilt sind.

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