Brandanschlag auf Umspannwerk: Terrorfahnder ermitteln nach Stromausfall in Reutlingen
Brandanschlag auf Umspannwerk in Reutlingen

Nach einem großflächigen Stromausfall in Reutlingen und Umgebung am späten Dienstagabend haben Terrorfahnder die Ermittlungen übernommen. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurde ein Brandanschlag auf ein Umspannwerk als Ursache identifiziert. Die genauen Hintergründe sind noch unklar, doch die Behörden schließen eine politisch motivierte Tat nicht aus.

Stromausfall legt weite Teile der Region lahm

Der Stromausfall begann gegen 22:30 Uhr und betraf mehrere tausend Haushalte sowie Gewerbebetriebe in Reutlingen, Pfullingen und Eningen. Öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser und Schulen mussten auf Notstromversorgung umschalten. Die Feuerwehr rückte zu zahlreichen Einsätzen aus, da Ampeln ausfielen und Menschen in Aufzügen stecken blieben. Die Stromversorgung konnte erst in den frühen Morgenstunden vollständig wiederhergestellt werden.

Ermittlungen der Terrorfahnder

Die Sonderkommission des Landeskriminalamts Baden-Württemberg hat die Ermittlungen aufgenommen. Erste Spuren deuten auf einen gezielten Brandanschlag hin. Die Täter sollen an mehreren Stellen des Umspannwerks Brandbeschleuniger eingesetzt haben. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen im Bereich des Umspannwerks in der Zeit zwischen 21:30 und 22:30 Uhr.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Reaktionen aus der Politik

Der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) zeigte sich besorgt über die Entwicklung. Er betonte, dass die Sicherheitsbehörden mit Hochdruck an der Aufklärung arbeiteten. Auch der Bundestagsabgeordnete der Region, Michael Hennrich (CDU), forderte eine schnelle Aufklärung und kündigte an, das Thema im Innenausschuss zu thematisieren. Die AfD-Fraktion im Landtag sprach von einem „weiteren Warnsignal“ und forderte eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen an kritischer Infrastruktur.

Experten warnen vor neuen Gefahren

Sicherheitsexperten sehen in dem Anschlag eine neue Qualität der Bedrohung. „Die gezielte Attacke auf die Stromversorgung ist ein Alarmsignal“, sagte der Terrorismusforscher Peter Neumann. Die Täter hätten offenbar Know-how und Zugang zu den entsprechenden Mitteln gehabt. Die Behörden müssten nun prüfen, ob es eine Verbindung zu extremistischen Gruppen gebe. Die Polizei hat die Sicherheitsvorkehrungen an anderen Umspannwerken im Land erhöht.

Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei bittet Zeugen, sich unter der Telefonnummer 07121/939-0 zu melden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration