Nach dem frühen WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay (41. der Fifa-Weltrangliste) ist die deutsche Nationalmannschaft in der Nacht zum Dienstag mit zweistündiger Verspätung in ihrem Team-Quartier in Winston-Salem gelandet. Die Stimmung war gedrückt, die Zukunft von Bundestrainer Julian Nagelsmann bleibt offen.
Verspätete Rückkehr nach enttäuschender Niederlage
Die DFB-Maschine der Airline „Breeze“ startete erst mit zwei Stunden Verspätung in Bedford, 23 Kilometer nordwestlich von Boston. Die Landung in Winston-Salem erfolgte um 1 Uhr nachts, rund eineinhalb Stunden später als geplant. Als Erste verließen die Verbandsbosse Bernd Neuendorf, Andreas Rettig und Rudi Völler mit seiner Frau Sabrina den Airbus A220. Ihnen folgten Bundestrainer Julian Nagelsmann und sein Trainerteam, danach stieg Jamal Musiala als erster Spieler aus. Alle mit hängenden Köpfen, es wurde nicht gesprochen.
Familien der Spieler an Bord
Wie schon bei den vorherigen Spielen gegen Curaçao, die Elfenbeinküste und Ecuador waren auch diesmal die Familien der DFB-Stars mit an Bord – diesmal besonders viele. Mit dabei waren Nagelsmanns Ehefrau Lena und seine Mutter Burgi, ebenso die Familien von Manuel Neuer und Joshua Kimmich. Auch Antonio Rüdiger und Florian Wirtz stiegen aus dem Flieger, begleitet von Wirtz‘ Freundin Aaliyah Cloße.
Pressekonferenz und Abreise der Spieler
Für den heutigen Dienstag ist eine Pressekonferenz im Medienzentrum auf dem Gelände der „Wake Forest University“ geplant. Die Spieler können ab sofort abreisen. Die nächsten Länderspiele stehen im September in der Nations League an, am 24. September geht es gegen Holland. Noch ist unklar, ob Julian Nagelsmann dann noch als Bundestrainer an der Seitenlinie stehen wird.
Völler äußert sich zur Nagelsmann-Zukunft
Sportdirektor Rudi Völler sagte nach dem WM-Aus: „Ich bin nicht der DFB alleine. Jeder weiß, wie ich zu Julian stehe. Er ist immer noch ein absoluter Top-Trainer. Ich bin überzeugt, dass er wahrscheinlich der richtige ist, weiterzumachen. Er ist ein Kämpfer. Mehr kann und will ich nicht dazu sagen im Moment. Wir setzen uns nochmal zusammen in den nächsten ein, zwei Tagen und dann wird man sehen. Für mich ist er die richtige Person am richtigen Ort.“



