Beim NATO-Gipfel in Ankara sorgte ein kurioses Gastgeschenk für Aufsehen: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan überreichte den anwesenden Staats- und Regierungschefs Revolver – samt Munition. Dies bestätigten der britische Premierminister Keir Starmer und ein Sprecher der Bundesregierung. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erhielt ebenfalls eine solche Waffe, die jedoch nicht mit nach Deutschland genommen wurde.
Revolver mit Namensgravur und Munition
Laut Starmer waren die Revolver mit dem Namen des jeweiligen Empfängers graviert. Zusätzlich lag eine Schachtel Munition bei. Welches Modell genau verschenkt wurde, ist nicht bekannt. Starmer ließ seinen Revolver in der Türkei, da die Einfuhr nach Großbritannien gegen die strengen Waffengesetze verstoßen hätte. „Zuerst muss der Revolver entschärft werden“, betonte er. Ein Schreiben Erdogans, das die Ausfuhrbeschränkungen aufheben sollte, änderte daran nichts.
Kanzler Merz lässt Waffe in der Botschaft
Ein Sprecher der Bundesregierung erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Der Revolver wurde der Botschaft übergeben, damit er ordnungsgemäß eingeführt und dann in der Sammlung offizieller Geschenke inventarisiert werden kann.“ Damit bleibt die Waffe zunächst in diplomatischer Verwahrung. Die Geste Erdogans stieß auf gemischte Reaktionen, zumal die Türkei selbst restriktive Waffengesetze hat.
NATO-Gipfel von Trumps Auftritt überschattet
Der Gipfel am 7. und 8. Juli war auch von den Ausfällen des US-Präsidenten Donald Trump geprägt. Er drohte Spanien öffentlich mit dem Abbruch der Handelsbeziehungen, beleidigte die iranische Führung als „Abschaum“ und erneuerte seine Ansprüche auf Grönland. Später betonte er jedoch die Geschlossenheit des Bündnisses. Trotz der Turbulenzen verabschiedeten die 32 Teilnehmer wichtige Beschlüsse, darunter eine Stärkung der östlichen Flanke und neue Verteidigungsausgabenziele.



