Explosion in Monaco: Anschlag auf ukrainischen Oligarchen Wadym Jermolajew
Explosion in Monaco: Anschlag auf ukrainischen Oligarchen

Nach einer Explosion mit drei Verletzten im Fürstentum Monaco fahndet die Polizei nach einem Tatverdächtigen. Wie französische und ukrainische Medien am Dienstag berichteten, galt der Anschlag am Montagabend dem in der Ukraine geborenen Oligarchen Wadym Jermolajew. Der Sprengsatz detonierte vor einem Wohnhaus und verletzte drei Menschen schwer.

Opfer und Verletzte

Die Staatsanwaltschaft machte keine Angaben zur Identität der Opfer. Nach Medienberichten aus Monaco, Frankreich und der Ukraine soll es sich um den ukrainischen Oligarchen Wadym Jermolajew, seine Ehefrau und einen Sohn des Paares handeln. Die Verletzten seien noch nicht vernommen worden, erklärte der Staatsanwalt. Die Frau schwebe weiterhin in Lebensgefahr, der Mann und das Kind hingegen nicht mehr. Alle drei wurden in eine Klinik im südfranzösischen Nizza gebracht.

Flucht und Fahndung

Der Tatverdächtige sei vermutlich ins benachbarte Frankreich geflohen. Zwischen den beiden Ländern gibt es keine Grenzkontrollen. Fürst Albert II. von Monaco verurteilte den Anschlag als „abscheuliche Tat“. Der Staatsanwalt erklärte, der Mann lebe seit spätestens 2021 in Monaco, gegen ihn seien im Fürstentum keine Ermittlungen anhängig, und er werde auch nicht von ausländischen Behörden gesucht. Der Verdächtige, der am Abend zu Fuß vom Tatort geflohen war, sei noch nicht festgenommen worden. Die Polizei sei ihm jedoch auf der Spur und versuche, seinen Weg nachzuzeichnen und ihn zu identifizieren.

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Ermittlungen und Hintergrund

Überwachungskameras zeigen, wie ein Mann kurz vor der Explosion einen Rucksack vor dem Wohngebäude abstellt. Der Staatsanwaltschaft zufolge handelte es sich bei dem Sprengsatz um eine Paketbombe. Es werde wegen versuchter Tötung und einer Sprengstoffstraftat ermittelt, sagte Staatsanwalt Stéphane Thibault. Die Behörde teilte zudem mit, dass es sich nicht um einen Terroranschlag handele.

Jermolajew war den Berichten zufolge früher als Immobilienentwickler in der ukrainischen Stadt Dnipro tätig. Er habe die Ukraine vor einigen Jahren verlassen, seine Staatsbürgerschaft aufgegeben und sei Bürger von Zypern geworden. Die Ukraine verhängte im Dezember 2023 Sanktionen gegen ihn, da er Geschäfte auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim betrieben haben soll. Jermolajew wies dies in einem Interview zurück.

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