Feuerwehrmann gesteht Brandstiftung im Wald von Fontainebleau
Feuerwehrmann gesteht Brandstiftung in Fontainebleau (16.07.2026)

Nach dem verheerenden Brand im Wald von Fontainebleau südlich von Paris hat die Polizei sechs Menschen unter dem Verdacht der Brandstiftung festgenommen. Zwei Männer, darunter ein freiwilliger Feuerwehrmann, haben zugegeben, den Brand mitverursacht zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit, wie die Zeitung „Le Parisien“ und der Sender BFMTV berichteten.

Geständnisse der Verdächtigen

Der örtliche Feuerwehrmann habe seine Mitwirkung bereits gestanden. Der Verdächtige habe „zugegeben, in Arbonne-la-Forêt mit einem Feuerzeug und Benzin Reisig angezündet zu haben“, erklärte die Staatsanwältin Diane Ngomsik laut der Nachrichtenagentur Reuters. „Er ist ein Mann, Jahrgang 2007, ein freiwilliger Feuerwehrmann in Fontainebleau, und hat keine Vorstrafen“, fügte sie hinzu. Zum Motiv seiner Tat war zunächst nichts bekannt.

Der andere Mann habe zudem „versehentlich durch das Wegwerfen seiner Zigarette ein weiteres Feuer ausgelöst“. Auch dieser Mann sei Jahrgang 2007 und bislang unbestraft. Der zuständige Richter sagte „Le Parisien“: „Es konnte keine Verbindung zwischen den beiden Verdächtigen nachgewiesen werden.“

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Großbrand unter Kontrolle

Rund 850 Feuerwehrleute und vier Löschflugzeuge bekämpfen weiterhin das Feuer in dem Waldgebiet rund 60 Kilometer südlich von Paris, in dem sich auch das Schloss von Fontainebleau befindet. Rund 2250 Hektar Fläche wurden bereits von den Flammen in Mitleidenschaft gezogen. Der zuständige Polizeichef Pierre Ory bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters am späten Dienstagabend, dass zwei große Brände in der Nähe des Waldes von Fontainebleau zwar immer noch wüten, größtenteils aber „unter Kontrolle“ gebracht worden seien.

Der Brand war am späten Sonntagnachmittag am Rande einer Autobahn ausgebrochen. Rund 800 Anwohner wurden seitdem in Sicherheit gebracht. Menschen kamen bisher nicht zu Schaden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach „unseren Feuerwehrleuten und Rettungskräften, die heute gegen die Brände kämpfen“, die Anerkennung der Nation aus.

Rekordbrandjahr in Frankreich

Frankreichs Innenminister Laurent Nunez erklärte am Montag, das Feuer wüte nur wenige Kilometer vom Schloss Fontainebleau entfernt, was den Einsatz beträchtlicher Ressourcen, darunter auch Löschflugzeuge und Hubschrauber, erfordere. Löschflugzeuge von Canadair flogen zum Wochenstart erstmals dicht über die französische Seine, um ihre Tanks mit Wasser zu füllen und das Feuer einzudämmen.

Nunez betonte, dass der aktuelle Brand in Fontainebleau ein weiterer Beitrag zu einem Jahr sei, das in Frankreich wahrscheinlich als historisches Brandjahr in die Geschichte eingehen werde: Demnach seien in diesem Jahr bereits 32.000 Hektar verbrannt, mehr als die Gesamtfläche im Jahr 2025. „Wir werden wahrscheinlich ein Rekordjahr haben“, sagte er. „Angesichts dieser schweren Dürre haben wir damit gerechnet.“

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