Französische Marine stoppt russischen Tanker nahe Sizilien
Französische Marine stoppt russischen Tanker

Die französische Marine hat am Dienstag den Öltanker „Deliver“ in der Nähe von Sizilien gestoppt und durchsucht. Das Schiff kam aus Russland und soll gegen das Seevölkerrecht verstoßen haben. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron veröffentlichte auf X ein Video des Zugriffs, das bewaffnete Kräfte beim Betreten des Tankers zeigt.

Verdacht auf Zugehörigkeit zur russischen Schattenflotte

Verteidigungsministerin Catherine Vautrin erklärte, es handle sich mutmaßlich um ein Schiff der sogenannten russischen Schattenflotte. Diese besteht aus Frachtschiffen mit undurchsichtigen Eigentümerstrukturen, die Russland nutzt, um Sanktionen im Zusammenhang mit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine zu umgehen. Der Tanker stehe im Verdacht, unter falscher Flagge gefahren zu sein.

Macron: „Wir werden die Schattenflotte nicht Sanktionen umgehen lassen“

Macron betonte, der Einsatz zeige die Entschlossenheit der Europäer. „Wir werden die Schattenflotte nicht Sanktionen umgehen und die russischen Kriegsanstrengungen finanzieren lassen“, schrieb er. Vautrin ergänzte, es sei notwendig, die Finanzierungswege der russischen Kriegswirtschaft zu kappen. Die Schattenflotte stelle zudem eine direkte Gefahr für die Sicherheit auf See und die Umwelt dar.

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Frankreich und Großbritannien gehen gegen Schattenflotte vor

Frankreich hatte in den vergangenen Monaten mehrfach verdächtige Schiffe gestoppt. Erst vor wenigen Tagen hatte die britische Marine den Öltanker „Smyrtos“ im Ärmelkanal abgefangen. Russland erwägt laut dem Moskauer Präsidialamt rechtliche Schritte gegen diese Aktion. Die britische Regierung denkt laut „Daily Telegraph“ darüber nach, die 100.000 Tonnen russisches Rohöl an Bord der „Smyrtos“ zu versteigern und die Erlöse der Ukraine zukommen zu lassen.

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