Keiko Fujimori ist als neue Präsidentin von Peru vereidigt worden. Unmittelbar nach ihrem Amtsantritt erklärte sie den Ausnahmezustand und ordnete an, dass das Militär vorübergehend die Kontrolle in Landesteilen mit besonders hoher Kriminalitätsrate übernehmen solle. Die Maßnahme ist als erste Amtshandlung der neuen Regierung zu werten und zeigt den harten Kurs, den Fujimori in der Sicherheitspolitik einschlagen will.
Vereidigung und erste Amtshandlung
Die Vereidigung fand am 29. Juli 2026 statt, nur wenige Wochen nach der knappen Präsidentschaftswahl, die Fujimori für sich entscheiden konnte. In ihrer Antrittsrede betonte sie die Notwendigkeit entschlossener Maßnahmen zur Bekämpfung der steigenden Kriminalität, insbesondere in ländlichen Regionen und städtischen Brennpunkten. Die sofortige Ausrufung des Ausnahmezustands unterstreicht den prioritären Stellenwert, den die neue Präsidentin der öffentlichen Sicherheit beimisst.
Militäreinsatz in Krisenregionen
Mit der Anordnung, das Militär solle „vorübergehend die Kontrolle“ in bestimmten Landesteilen übernehmen, greift Fujimori auf ein bewährtes, aber auch umstrittenes Instrument zurück. Kritiker befürchten eine Militarisierung der Inneren Sicherheit und mögliche Menschenrechtsverletzungen. Befürworter hingegen sehen in der Maßnahme eine notwendige Reaktion auf die desolate Sicherheitslage, die in weiten Teilen Perus herrscht. Die genauen Regionen, in denen das Militär eingesetzt werden soll, wurden zunächst nicht im Detail benannt, jedoch ist von Gebieten mit überdurchschnittlich hohen Mordraten und Bandenkriminalität die Rede.
Hintergrund der Wahl
Die Präsidentschaftswahl in Peru war von einem extrem knappen Ausgang geprägt. Fujimori setzte sich nur mit einem minimalen Vorsprung gegen ihren Herausforderer durch. Die Wahl galt als richtungsweisend für die politische Zukunft des Andenstaates, der mit wirtschaftlichen Problemen und einer tiefen gesellschaftlichen Spaltung zu kämpfen hat. Fujimori, die bereits in der Vergangenheit mehrfach für das höchste Staatsamt kandidierte, versprach im Wahlkampf einen harten Kurs gegen Kriminalität und Korruption. Ihre erste Amtshandlung unterstreicht dieses Versprechen deutlich.



